Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Honda CR-V e:HEV AWD Test: Voll Platz, voll Hybrid
Was sagt der Autotester über den Honda CR-V e:HEV AWD?
Bereits in der ersten Kurve fällt auf: Die Vordersitze des CR-V bieten sehr guten Seitenhalt. Das Lederlenkrad liegt so griffig in der Hand wie der Allradler auf der Straße.

Diesel: Es war einmal
Solider Komfort gelingt mit 18 Zoll auf den Felgen. Der zählt im Familieneinsatz mehr als Sportlichkeit. Die vermisse ich in einem, der 1,68 Meter hoch baut und 1.875 kg wiegt, auch nicht. Einen Diesel schon, denn der treibt schwere SUVs dieses Formats in der Regel am überzeugendsten an. Aber der Zeitgeist will es anders. Der CR-V e:HEV setzt wie der Honda HR-V (Test Honda HR-V e:HEV) und Honda ZR-V (Test Honda ZR-V e:HEV) auf angesagte Hybridtechnik.


Sparsame Drei
Der eine Motor setzt auf Super im Tank, die zwei anderen auf Elektrizität. Der stärkere E-Motor und der Generator befinden sich in der sechsten CR-V Generation auf einer getrennten Achse. Das Drehmoment steigt gegenüber dem Vorgänger um 6,5 Prozent auf 335 Nm.

Die 184 PS des Elektromotors und die 148 PS Leistung und 189 Nm Drehmoment des 2,0-Liter-Vierzylinders genügen, um die 1,9 Tonnen in 9,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen und mit 187 km/h über die Autobahn zu fliegen.


Eigene Soundkulisse
Der Elektromotor arbeitet effektiv. Besonders häufig bei niedrigem Geschwindigkeitsniveau in der City, aber auch außerhalb. Hörbar durch Ruhe, sichtbar durch das „EV“ im Cockpitdisplay. Die Soundkulisse des Motorentrios ist eine Honda-typische. Der Motorlauf des Benzinmotors folgt akustisch nicht immer dem Verlauf der Leistungsanforderung. Gelegentlich schaltet sich der Benziner mit hörbar erhöhtem Drehzahlniveau zum Aufladen der kleinen Batterie zu.

Auf Normal und B
Der Fahrer kann zwischen den Modi „Normal“, „Sport“ und „Econ“ sowie den Automatikstellungen „D“ oder „B“ wählen. Normal und B sind eine gute Wahl. Der Rekuperationsfaktor lässt sich fein auf die eigenen Fahrgewohnheiten einstellen. An der Schaltwippe am Lenkrad ziehen und die stärkste Stufe der 4-stufigen Rekuperation genügt, um bei vorausschauender Fahrweise weitgehend ohne Bremspedaleinsatz unterwegs zu sein.

Sparen im Hybrid
Besonders im Stadtverkehr mit häufigen Bremsmanövern und Rekuperationsphasen sinkt die Reichweite langsam. Da der Honda CR-V Hybrid im Test überwiegend im Stadt- und Landstraßenverkehr bewegt wird, geht es mit einer Tankfüllung weit. Die 57 Liter Super im Tank genügen für 800 km Strecke. Der Verbrauch erreicht in etwa Dieselniveau. Der CR-V e:HEV AWD, der als Elegance mit viel Ausstattung für 49.500 Euro in Besitz zu nehmen ist, landet bei einem braven Testverbrauch von 7,0 Liter/100 km.


Warum gerade den?
Der Honda CR-V spart nicht an Platz, aber mit dem Vollhybridantrieb. Besonders im Nahverkehr. Beim schnellen Reisen fährt man nicht so sparsam wie mit einem Diesel. Das Komfortniveau ist so hoch wie das Ausstattungsniveau. Begleitet von vielen Details, die CR-V-Fahren in der sechsten Generation noch angenehmer und komfortabler machen.
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