Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Land Rover Defender 130 im Test: Langversion
5,36 Meter vom Bug zum Heck. Unterwegs im Raumschiff – Test Land Rover Defender 130 D300 AWD.

Erster Eindruck im Test des Land Rover Defender 130
Ich schaue jedem Testwagen aufs Dach. Dem nur vom Balkon aus. Ist der zu lang, ist deine Parklücke zu kurz. Mehr Geländewagen geht nicht, seitdem der Hummer H1 das Zeitliche gesegnet hat. Nicht gerade die Schlumpf-Klasse.


Was sagen die Mitfahrer im Test über den Land Rover Defender 130?
Schneide ungefähr einen Meter vom Defender 130 ab und du sitzt im Defender 90. Schneide 34 Zentimeter ab, und du sitzt im Defender 110. Der 110 wirkt kompakt angesichts von 5,36 Metern Länge, 2,01 Metern Breite und 1,97 Meter Höhe.
Die Nummer 130 ist eine Nummer für Raum. Das Format mag mich beim Parken und beim Drehen in der Altstadt schaffen, aber mit dem schaffe ich fast alles weg, wenn ich nicht wie im Test im Fünfsitzer sitze. Bis zu acht Passagiere und Gepäck fast ohne Ende mit umgeklappten Sitzen.


Der Schränke packt
„Der mit dem Wolf tanzt“, „Der Schränke packt“ – beide Titel funktionieren im Defender 130. Der 130er packt Gelände wie Gepäck. Die zusätzlichen Zentimeter kommen der Gepäckabteilung zugute.
Bei drei belegten Sitzreihen bleiben nur knapp 40 Zentimeter Ladetiefe und 290 Liter Ladevolumen, aber sitzen fünf, gehen üppige 1.094 Liter auf die dann 1,27 Meter tiefe Ladefläche. Sind nur die Vordersitze belegt und liegt hinten alles flach, packt man auf 2,11 Metern Ladelänge 2.078 Liter ein und auch über zwei Meter lange Schränke auf die Ladefläche.


Enge Einfahrt
Vorausgesetzt der Schrank ist nicht zu breit. Vor einem 1,00 Meter breiten gibt der Riese klein bei. Zwischen den Radkästen trumpft er zwar mit 1,15 Meter Laderaumbreite auf, aber die Ladeöffnung ist in diesem Moment ein paar Millimeter zu schmal. Trotzdem: Der Defender 130 zählt zu den begabtesten Transporteuren in der 4×4-Highend-Klasse mit fast 91 Zentimeter Laderaumhöhe, bis zu 300 kg Dachlast und 3.500 kg Anhängelast.



Luftige Raumgefühle
Die mit Windsor-Leder bezogenen Sessel sind so bequem wie sie aussehen. Das darf man nach 1.100 Kilometern im Sitz an einem Tag behaupten. Kopffreiheit herrscht vorne wie hinten üppig: 1,03 Meter.
Die verschiebbare Rückbank schafft Beinfreiheit. Das Raumgefühl ist luftig. Auf den Außenplätzen bieten die Haltegriffe in schwerem Gelände Halt im Sitzpolster. Und auch in der Mitte der Sitzbank lässt sich gut sitzen, da sich der Defender-Boden hier nur mäßig nach oben wölbt und die Sitzauflage leicht nach hinten.


Und ein anderer Vorteil ergibt sich noch aus dem Großraum. Mit dem Meridian Soundsystem mit 11 oder 15 Lautsprechern musiziert der Defender musikalischer denn je. Mit fundamentalem Bass dank Subwoofer.

5 Sterne im Euro NCAP
Sicherer denn je ist der Defender obendrein. Die serienmäßige 360-Grad-Kamera mit zahlreichen Kameraperspektiven entschärft das weit entfernt liegende Heck.



Das an der Hecktür befestigte Ersatzrad sollte aber nie vergessen werden. Es sitzt weiter hinten als die Parksensoren. Die Frontkamera mit Scholle-Perspektive hilft an schwer einsehbaren Kuppen. Und dann diese genialen Scheinwerfer!

Es werde Licht
Die Lichter tanzen. Nicht allein der Lenkeinschlag und Gegenverkehr bestimmen im Test den Lichtkegel. In Fahrt lenkt der Defender X-Dynamic HSE mit seinen serienmäßigen Matrix-LED-Scheinwerfern den Lichtkegel auf Tempo- und Abfahrtschilder oder hoch zur Schilderbrücke – mit das Beste, was zur Zeit mit Scheinwerfern möglich ist.



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