Autotest

Seat Leon FR 2.0 TDI Test

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Bedienung große Klasse –  So wenige „analoge“ Schalter für soviel Bedientiefe bieten wenige. Das Cockpit ist so klar wie das Bedienkonzept aufgeräumt.

Seat Leon Diesel Testbericht: Felge

Das liegt an der Schaltzentrale im Zentrum des Armaturenbretts. Per Touchscreenbedienung, über ein plastisches Menü-Rondell, die Rolltasten auf den Lenkradspeichen oder iPod-artiges Fingerwischen – alte Bewegungsabläufe neu verpackt – fingert man sich durch die Untermenüs, ohne sich darin zu verlieren. Entweder werden die attraktiv verpackten Daten auf dem Display zwischen Drehzahl (links) und Tacho (rechts) eingespielt oder auf dem zentralen Farbmonitor.

Der ist in Verbindung mit CD-Radio, Karten-Einschub und vier Lautsprechern fünf Zoll groß oder 5,8 Zoll samt iPod-Anschluß und bis zu zehn Lautsprechern plus Subwoofer.

Seat Leon, Tacho 260Seat Leon TDI Test, Navigation
Wie bei der Bedienung schlägt Seat in der Instrumentierung den klaren Weg ein. Genauso mit der Handbremse (nicht elektrisch) und in den kleinen, das Leben leichter machenden Details: dem Reset-Knopf des Tageskilometerzählers, einer echten „50“ auf dem Tacho oder den so simplen wie zweckmäßigen Gurthaltern am Rande der Rücksitzbank.

Und auch in Sachen Ablagen läuft es besser als im Vormodell. Hervorzuheben sind hier das Klappfach vor dem Schalthebel und das kleine Fach unter der bequem zum Ellbogen ausfahrenden Armablage. Große Wasserflaschen landen jedoch weiterhin im Fußraum unterhalb der straff aufgepolsterten und viel Seitenhalt aufbietenden Sportsitze.

Im sportiven FR-Trimm geht es einfach schnell um die Kurve. Die Seat-Ingenieure verlagerten die Vorderachse um vier Zentimeter nach vorne. Das Gewicht, im Leon FR 2.0 TDI ziemlich exakt 1,3 Tonnen, wurde im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 90 Kilogramm reduziert.

Das Ergebnis ist eine wohl balancierte Verteilung der Achslasten. Gut für den Komfort, gut fürs Handling. Ersterer kommt in der FR-Version zu kurz. Zu sehr feiert das straffe Fahrwerk (McPherson-Achse mit Hilfsrahmen vorne, Verbundlenkerachse hinten) über schlechtem Belag seine Härten.

Aber dies sorgt auch dafür, dass die ESP-Leuchte selten flackert – ein eindeutiges Zeichen für ein hervorragend gemachtes Fahrwerk. Wie weitere Indizien: Die Servolenkung meldet transparent, selbst auf kleinste Einschläge reagierend, zurück und auch Lastwechsel bringen den Leon nicht aus dem Konzept.

Sportives Fahrwerk & sparsame Diesel – Sparsamster im Motorraum des neuen Leon ist der 1.6 TDI mit Start-Stop-System. Er realisiert einen Normverbrauch von 3,7 Liter und einen CO2-Wert von 99 Gramm.

Der getestete 2.0-Liter-TDI mit 150 PS ist ebenfalls äußerst genügsam, entwickelt dabei aber noch mehr Kraft: 320 Nm schon bei 1.750 U/min. Und das leiser und kultivierter als zuvor. Start-Stop arbeitet zuverlässig und die Öltemperatur steht auch wieder auf dem Plan.

Für die Kraftverwaltung stehen je nach Triebwerk manuelle Fünf- oder Sechsganggetriebe sowie das Doppelkupplungsgetriebe (DSG) mit sechs oder sieben Gängen zur Verfügung. Die Schaltanschlüsse, die sich mit der ordentlichen Portion Drehmoment satt überlappen, passen im Testwagen.

Die Schaltwege gestalten sich kurz. Dass in der City schnell der Fünfte in der Schaltgasse liegt, passt.

Seat Leon, Spiegel, Rückspiegel

Der Leon ist eine gute Portion Golf. Das tut gut. Schwächen? Die Härten des FR-Fahrwerks erfordern eine Portion Jugend, dicke Getränkeflaschen finden nicht ordentlich Platz, die markanten Rückspiegel kosten ein paar Millimeter Spiegelglas und die Stufe im Kofferraum einige Zentimeter an Packhöhe.

Der neue Leon gibt eine verdammt gute Partie und für 25.800 Euro (Leon FR 2.0 TDI Start&Stop) eine schicke Golf-Alternative. Auch wegen des Fahrwerks, wegen der Bedienung und deutscher Spartechnik: Nach 3.500 Kilometern liegt der Testverbrauch bei 5,3 Litern – ein ziemlich optimales Kraft-Verbrauchs-Verhältnis. (2013)

 

Seat Leon im Test

Weitere Informationen

https://www.seat.de/

 

 

 

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