
Autotest
Mini Cooper C 3-Türer Test: Richtig im Basismodell?
Richtig im Basismodell? Im Mini Cooper mit dem 156 PS starken 1,5-Liter-Dreizylinder? Test Mini Cooper C 3-Türer.
Erster Eindruck im Test des Mini Cooper 3-Türer
Das Mini Cockpit eignet sich im Alltag jeden Tag für den Ausbruch aus diesem. Es bricht mit den Konventionen. Über das spektakuläre 24-Zentimeter-OELD-Diplay läuft im Cockpit alles ab. Sogar die Tempoanzeige. Das überfrachtet das elegante Display zwar mit Information, aber an die Menüstruktur gewöhnt man sich.
Man tippt, wischt und scrollt sich fröhlich durch die Menüs. „Spike“, eine süße Mischung irgendwo zwischen Köter und Nilpferd, assistiert auf dem Screen. Die Zieleingabe per Sprachsteuerung funktioniert sehr gut und das Infotainment reagiert auf Eingaben flott. Das Smartphone wird über Apple CarPlay oder Android Auto ins System eingebunden und lässt sich auf der induktiven Ladefläche, rutschsicher fixiert mit der Schlaufe, kabellos laden.
Der Rundbildschirm weckt das Kind im Mann und lockt die Kids auf die Vordersitze: „AirConsole“-Games mit angedockten Handys, Videos streamen, Kamera für den Innenraum … Kinder würden Mini kaufen. Erwachsene auch. So der erste Eindruck.
Was sagen die Mitfahrer im Test über den Mini Cooper 3-Türer?
Der Cooper ist im Mini Modellprogramm der Mini in kurz, historisch betrachtet aber ein Riese. Der erste Mini von 1959 brachte es gerade mal auf 3,06 Meter Länge. Der heutige Cooper C misst 3,88 Meter von den Kulleraugen bis zu den Heckleuchten. Auf dem Weg dorthin verliert er hinten und ganz hinten den Platz, aber vorne sitzt man richtig gut.
Vorne sitzt man richtig
Hat man extra investiert, sitzt man im John Cooper Works-Sportsitz und blickt aufs Lenkrad mit dem neckischen Riemen über der John Cooper Works-Plakette. Auf denen im Vergleich zum Vorgänger größeren Vordersitzen fühlt man sich auch als Großer wohl. Mit gut Seitenhalt und in tiefer Sitzposition. Zahlt man extra, heizt die Sitzheizung den Po.
Zahlt man zu, kommt die Massage im stramm gefederten Cooper C 3-Türer nicht vom Straßenbelag, sondern von der in den Sitz integrierten Massagefunktion. Ablagen existieren nicht viele, aber genug in Fahrernähe.
Da sind schmale Türfächer, ein doppelter Becherhalter und ein Handschuhfach. In der Armlehne, die unverrückbar zwischen den Vordersitzen steht, kann man nichts verstauen. Deshalb thront auf der Mittelkonsole eine Art Butterdose, die mit einer Schlaufe zu öffnen ist – ein pfiffiges Detail à la Mini.
Hinten sitzt man eng
Vorne herrscht Platz, dahinter nicht. Hinten auf der Sitzbank ist man am besten eine Tasche oder Jacke. Ist man erwachsen und groß, versucht man’s am besten nicht mit der Rückbank. Der Platz genügt im Cooper C für zwei Personen mit kleinem Gepäck oder für zwei Personen mit kleinem Kind und kleinem Gepäck. Der Platz für die Beine und der Kofferraum mit 210 bis 725 Liter Volumen setzen die Grenzen.
Aber sicher
Geht es beim Fahren an die Grenzen, ist die Hardware gut abgesichert, weil die Software gut unterstützt und sichert. Die Verkehrszeichenerkennung ist eine intelligente, denn sie zeigt nicht nur das aktuelle Geschwindigkeitslimit, sondern auch schon das kommende in ein paar hundert Metern Entfernung an. Das erleichtert vorausschauendes Fahren. Der Toter-Winkel- und Rückraumüberwacher sind gute Unterstützer im Stadtverkehr. Mit dem „Driving Assistant Plus“ geht es teilautonom voran. Dafür wird man allerdings zur Kasse gebeten.
Die Zahl der angebotenen Assistenzsysteme ist groß, aber nicht in jedem Mini Cooper C gleich. Sie hängt vom Ausstattungspaket ab. Mit noch fair ausgepreistem „XS“-Paket (1.200 Euro) kommt das Head-up-Display hinzu. Mit dem Paket „S“ sorgen zusätzlich die adaptiven LED-Scheinwerfer und der Fernlichtassistent für bessere Sicht.
Im Paket „L“ genießt man beim Einparken den „Parking Assistant Plus“. Der zaubert mit 12 Ultraschallsensoren und vier Surround-Kameras ein 360-Grad-Bild auf den Rundbildschirm, glänzt mit vertropfter Rückfahrkameralinse aber nicht bei Regen. Im kostspieligen Paket „XL“ für 5.250 Euro ist der Cooper C allumfassend und mit dem selbstständig bremsenden und beschleunigenden „Driving Assistant Plus“ gesichert.
Doch auch ohne Ausstattungspakete ist man im Cooper sicher unterwegs. Im Euro NCAP Crashtest erreichte das elektrische Brüderchen, der Cooper E, eine sehr gute 97-Prozent-Assistenzwertung und im Erwachsenen-, Kinder- und Fußgängerschutz 89, 87 und 77 Prozent. Im Gesamtergebnis machte das 2025 fünf von fünf möglichen Sternen.

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