Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Toyota Land Cruiser im Test: Neue alte Welt
Der Toyota Land Cruiser der Generation J25 glänzt im Test mit alten Qualitäten und vielen neuen – Test Toyota Land Cruiser Executive.
Erster Eindruck im Test des Toyota Land Cruiser
Die Form erinnert an den zwischen 1981 und 1990 gebauten Land Cruiser J6. Gegenüber dem bis 2024 gebauten J15 setzt sich der J25 durch seine Kanten und sein gewachsenes Format ab.


Was sagt Toyota über den Land Cruiser?
Das Modell Land Cruiser ist der am längsten produzierte Toyota überhaupt – Weltweit wurden von dem Geländewagen bis zur aktuellen Generation J25 mehr als 10,4 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Was sagen die Mitfahrer im Test über den Toyota Land Cruiser?
Der Land Cruiser war schon zuvor eine stattliche Erscheinung. Jetzt ist er eine stattlichere. Mit 1,94 Meter Höhe überragt er einen Durchschnittsmann. 1,98 Meter, das ist Breite. Mit 4,93 Meter Länge fällt er neun Zentimeter länger als der alte Land Cruiser aus. Das und der Radstand von 2,85 Meter schaffen Raum für bis zu sieben Sitzplätze. Im Land Cruiser Executive zählt immer bis fünf. Nur in der anderen Ausstattungslinie Lounge erhält man den Land Cruiser auch als Siebensitzer. Aufpreis: 1.000 Euro.


Wo er ist, ist oben
Die schwarzen Trittbretter und die Handgriffe an den A- und B-Säulen unterstützen beim Einstieg. Wo der Land Cruiser ist, ist oben. Die Vordersitze sind elektrisch verstell-, beheiz- und belüftbar. Rustikal, es war einmal. Die mit Kunstleder bezogenen Sessel mit angenehmer, nicht zu harter, nicht zu weicher Polsterung sitzen auch an den Schulterblättern bequem.
Klassisches Schwarz herrscht im Cockpit vor. Feine Nähte rahmen die Ellbogenablagen auf der Türverkleidung und Mittelkonsole ein. Hier finden sich, in unmittelbarer Griffnähe, neben dem obligatorischen Doppel-Becherhalter, ein zu kühlendes Fach und eine induktive Ladestation fürs Smartphone.

Ausgedünnte Vordersitze
Die Vordersitze besitzen dünnere Rückenlehnen. Das verbessert die Beinfreiheit für die Fondpassagiere. Auch der Einstieg in den hinteren Bereich ist kein Einstieg, sondern ein Aufstieg. Fuß aufs Trittbrett, Hand an den Haltegriff und man zieht sich hoch aufs Polster.
Hinten sitzt man mit langen Beinen gesund aufrecht, wenn auch mit wenig Auflage für die Oberschenkel. Die Banklehne lässt sich auch in der Neigung verstellen. Ideal auf langer Fahrt fürs Pausenschläfchen. Zwei sitzen grundsätzlich bequemer als drei, weil in der Mitte der Kardantunnel am Boden verläuft. Kopffreiheit ist auch mit 1,90 Meter kein Thema im 1,98-Meter-Hochsitz.


Das optionale Panorama-Glasdach erhält man nur in der höheren Ausstattungslinie Lounge. Kostenpunkt: 900 Euro. An der Mittelkonsole finden sich bereits im Executive die eigene Temperatur- und Lüftungssteuerung der 3-Zonen-Klimaanlage und drei USB-C-Anschlüsse zusätzlich zu den weiteren drei. Wird die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbanklehne umgeklappt, wird aus dem Gepäckraum ein Laderaum.


Gepäckraum werde Laderaum
Das Ladevolumen auf der 1,10 bis 1,69 Meter langen, 1,09 Meter hohen und 1,29 bis 1,39 Meter breiten Ladefläche beträgt bei dachhoher Beladung 1.063 Liter und 2.000 Liter, wenn die Sitzbank und die solide, unkompliziert aus- und einzubauende Gepäckraumabdeckung aus dem Weg geräumt sind.

Große Klappe
Kleinere Gegenstände sind schnell verstaut, weil die oben angeschlagene, elektrisch öffnende Heckklappe, deren Schalter tief im Dunkel unterhalb des Lenkrads sitzt, über eine separat zu öffnende Heckscheibe verfügt.
Die Heckklappe öffnet weit nach oben, sodass man sich auch als großer Erwachsener nicht den Kopf stößt. Kein Wunder bei einer Bodenfreiheit von 20,5 bis 21,5 Zentimeter und dieser Fahrzeughöhe. Genauso wenig verwunderlich: die fast natürlich hohe Ladekante.


Klappe mit Musik
An der Klappe spielt die Musik. 10 (Executive) oder 14 Lautsprecher (Lounge) ziehen sich durchs ganze Fahrzeug, vom Zentrallautsprecher auf dem Armaturenbrett bis zum Lautsprecher an der Heckklappen-Innenseite. Das Innenvolumen der langen und hohen Karosse ist stattlich. Die Basswucht und Klangqualität damit auch.

Neue Kameras & Sensoren
Die Abstimmung des Soundsystems lässt sich hören, die Sicherheitsausstattung sich sehen. Neue Kamera- und Radarsensoren ermöglichen es. Zu den aktiven Assistenzsystemen zählen das Notbremssystem, das beim Abbiegen an Kreuzungen querende Fußgänger und Fahrzeuge erkennt und der aktive Notlenkassistent, der den Fahrer in Gefahrensituationen beim Lenken und Abbremsen unterstützt.
Der Ausstiegsassistent warnt, wenn etwas von hinten kommt – auch noch einige Zeit nach dem Abstellen des Fahrzeugs. Neu im Land Cruiser sind das Nothaltesystem und der vordere Querverkehrwarner. Die Matrix-Scheinwerfer steuern den Lichtkegel flexibel nach Fahrsituation. Das Head-up-Display hätten wir auch gerne. Dafür sitzen wir falsch. Gibt’s, wie den digitalen Innenspiegel, nur im Lounge.




Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar abzugeben Login