Autotest

Jaguar XF Sportbrake 30d im Test: Lust am Laster

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Was sagt der Autotester über den XF Sportbrake 30d?

Fangen wir wieder hinten an. Das Heck des XF Kombi schaut apart aus, aber der Fahrer beim Zurückstoßen nur schlecht heraus. Das macht die Rückfahrkamera zum Pflichtprogramm (Aufpreis: 438 Euro). Das Head-up-Display ist auch so ein guter Tipp, denn es projiziert alle wichtigen Daten genau in den Blick auf die Frontscheibe (Head-up-Display Paket: 1.333 Euro).

Jaguar XF Sportbrake 30d Heckfenster

Das Meridian Soundsystem (646 oder 2.000 Euro) kommt im Kombi besser als in der Limousine. Das üppigere Volumen des Innenraums lässt den Bass länger „rollen“. Das erzeugt mehr Bassfundament, was auch die Höhen brillanter macht.

Jaguar XF Sportbrake Glasdach

Und wer zu den passionierten Joggern zählt, investiert vielleicht 417 Euro in den „Activity Key“. Der normale Autoschlüssel bleibt damit im XF. Der stoßfeste und wasserdichte Schlüssel wird am Handgelenk getragen.

Dass der kostspielige Tempomat (1.613 Euro mit ACC-Radar und Stauassistent) sich auf der Autobahn bei Bergabfahrten nicht immer an die voreingestellte Geschwindigkeit hält und diese gelegentlich überschreitet, haben wir schon bei anderen Jaguar Modellen bemerkt.

Die Vordersitze sind auch alte Bekannte (Test Jaguar XF 25d). Wie bequem sie sind, beweisen die 2.500 Kilometer im Test. Die Sitze liefern gute Unterstützung im Rücken und um die Hüfte, und am Ende einer langen Fahrt entsteigt man dem XF Kombi entspannt.

Jaguar XF Sportbrake 2018 Navi

Im Fond geht es auch komfortabel zu. In der Mitte der Rückbank jedoch nicht. Hier möchte man wie in jedem Fahrzeug mit Heckantrieb nicht lange verweilen, denn dort verläuft am Fahrzeugboden der Kardantunnel. Der offizielle Fünfsitzer ist daher ein besserer Viersitzer. Am besten mit dem von hinten spektakulären Panoramadach (1.405 Euro), das bei viel Hitze mit dem Sonnenrollo abgeschattet wird.

Man kann den XF Sportbrake auch mit einem Vierzylinderdiesel ordern. Das ist vernünftiger. Einziges Problem: Dann entgeht einem der Sechszylinder.

Jaguar XF Sportbrake 30d FrontJaguar XF Sportbrake ControllerJaguar XF Sportbrake 30d Auspuff

Auf der Autobahn ist der altbekannte V6-Diesel, der sich im Kombi nicht als Pure oder Prestige bestellen lässt und erst ab der Ausstattungslinie Portfolio bei 68.240 Euro in der Preisliste startet, der erhabenste und erhebenste Selbstzünder.

Jaguar XF Sportbrake InterieurJaguar XF Sportbrake Meridian SoundsystemJaguar XF Sportbrake 30d Cockpit

In der Dynamic-Stellung wallt die Drehmomentkraft, der Turbo reagiert spontan auf kleine Bewegungen des Gaspedals. Noch bei hohem Tempo bekommt der Dreiliter, der mit seinen 700 Nm satt im Drehmoment badet, seine zweite Luft. Langstrecke ist damit ein sehr schnelles Geschäft. Auch den Zahlen nach: Der XF Sportbrake 30d spurtet in 6,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Jaguar XF Sportbrake 30d TachoJaguar XF Sportbrake 30d Automatik

Im Alltag fährt man den 30d oft im Eco-Modus, da die Achtgang-Automatik, die Schaltstufen milde im Hintergrund sortierend, dann schneller in den nächst höheren Gang schaltet und weil damit am wenigsten vom Diesel zu hören ist. Das Drehzahlniveau liegt dann oft unter 1.500 Touren und der Verbrauch niedrig. Der Nachteil, der mit der Spareinstellung einhergeht, sind die langsameren Gaspedalreaktionen. Verkraftbar im Drehmomentdickschiff. Im Test flossen alle hundert Kilometer 8,1 Liter aus dem 66 Liter großenTank – nicht viel für 300 PS.

Auf Langstrecke bietet der mit 1.924 kg Gewicht schwer auf dem Verkehrsweg lastende XF Kombi eine souveräne Straßenlage, mit stoischem Geradeauslauf und verbindlicher Verzögerungsleistung. Die Lenkung arbeitet feinfühlig. Bei Nässe können die Newtonmeter das Heck schon mal herausfordern. Aber selbst auf schneebedeckter Fahrbahn regelt die Elektronik äußerst radikal den Kraftüberfluss auf den hinteren Rädern weg. Phantastisch, wie schnell und sicher die Regelsysteme heute funktionieren.

Jaguar XF Sportbrake 30d Heck

Warum gerade den?

Der XF Sportbrake ist ein Jaguar inklusive Vernunft mit dem variablen Laderaum des Kombis, dem sparsamen Dieselmotor und, wenn man ihn mit dem Typenschild AWD als 20d AWD und 25d AWD bestellt, der sicheren Traktion des Allradantriebs (nicht lieferbar für den 30d). Und ein Kombi fürs Auge ist er auch. Deshalb erscheint es emotional wie rational gut vertretbar, dem XF Sportbrake für 2.500 Euro Aufpreis den Vorzug gegenüber der XF Limousine zu geben.

 

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