Die Bremse mit weichem, tiefem Pedaldruck zeigt so trefflich Wirkung, dass Fahrer alter englischer Roadster vor Neid erblassen, oder wollen sie folgen, Gefahr laufen im Unterholz einzuschlagen. Viel muss mit 1.030 Kilogramm Fahrzeuggewicht auch nicht eingebremst werden.

Der winzige Dreizylinder hinter den Sitzen wiegt nur 60 Kilo. Auch motorisch ist das Smart Roadster Coupé ein Leichtgewicht (82 PS, 110 Nm). Allerdings mit Spaßpotential bei höheren Drehzahlen. Wegen nur 698 Kubik in den Brennräumen sei dem kleinen Turbomotor die Aufladungspause vergönnt.
Ab mittlerer Drehzahl legt er sich mit 0,8 bis 1,0 Bar Ladedruck ordentlich ins Zeug. Untermalt von so rauchig-brünstigen Arbeitsgeräuschen wie die eines City Coupés auf Scotch und dirigiert von einem eng gestuften automatisierten Sechsganggetriebe. Jedoch ohne die langen Schaltpausen der ersten Smart-Automaten.
In 10,9 Sekunden läuft das Roadster Coupé 100, nach weitaus mehr Anlauf 175 km/h. Erfreulich, dass der Smart trotz des hohen Drehzahlniveaus im Schnitt nur 6,1 Liter aus dem 35 Liter-Tank saugt, schade dass es Super Plus ist, erfreulich dass der Roadster schon heute die EU-4-Abgasnorm erfüllt.
Zum Angewöhnen also – aber der Preis lässt auch Jugendliche altern: 19.950 Euro, 20.950 Euro mit dem tollen elektrischen Faltverdeck. Zuviel für die Generation X, die Rapper, Waver, Shaver, Popper. Ein cooles Auto, zum uncoolen Preis. Für wenn hat man das stark lustlastige Roadster Coupé, das eigentlich keiner braucht, aber jeder gerne besitzen will, eigentlich gebaut?
Weitere Informationen
https://www.smart.com/de
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