Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Honda CR-V e:HEV AWD Test: Voll Platz, voll Hybrid
Der sechste Honda CR-V spart nicht an Platz, aber als Vollhybrid – Test Honda CR-V e:HEV AWD.
Erster Eindruck im Test des Honda CR-V
Nach dem Druck auf den Start-Stop-Knopf dominiert in der 6. Generation des Honda CR-V die Digitalisierung. Aber ohne Bedienverzweiflung. Das digitale 10,2-Zoll-TFT-Cockpitdisplay gefällt mit Klarheit. Auf dem Zentralbildschirm, auf dem 16 Menüs geboten werden, findet man sich, wischend und touchend, schnell zurecht.
Drumherum um den Bildschirm finden sich echte Schalter. Die Drehregler und die Gitter vor den Luftdüsen machen was her. Die Lautstärke wird nicht mehr über den Touchscreen, sondern mit einem hübschen Drehregler verstellt.



Die dreistufig einstellbare Sitzheizung spricht sehr schnell an, so dass man flott ein oder zwei Stufen zurückregeln kann. Die bereits im Basismodell Elegance serienmäßige Lenkradheizung, die ich direkt am Volant aktiviere, wärmt sanft. Nachts nach dem USB-Anschluss fischen fällt aus. Die Buchsen sind bei Dunkelheit beleuchtet. Ein Kühlgebläse kühlt die induktive Smartphone-Ladestation mit jetzt 15 W Ladeleistung.

Was sagt der Hersteller über den Honda CR-V e:HEV AWD?
„Die neuen Honda CR-V e:HEV und e:PHEV Modelle mit Honda SENSING 360° haben bei den aktuellsten Euro NCAP Sicherheitstests die höchste Bewertung von fünf Sternen erhalten.“
Die Gründe dafür hängen ursächlich auch mit der modernisierten Airbag- und Assistenzausstattung zusammen: 11 Airbags, darunter ein zentraler Frontairbag zwischen Fahrer und Beifahrer, sowie der aktive Spurhalte- und Parkassistent sichern die Fahrt. Das Head-up-Display feiert Premiere im CR-V Nummer sechs.

Der im Spiegel warnende Toter-Winkel-Assistent ist nicht neu, aber das beim Abbiegen hilfreiche große Kamerabild des rechten toten Winkels auf dem zentralen Bildschirm. Die serienmäßigen Parksensoren vorne und hinten sowie die (schnell verschmutzende) Rückfahrkamera klären die breiten D-Säulen und die schmale Heckscheibe des Honda CR-V auf.

Was sagen die Mitfahrer im Test über den Honda CR-V e:HEV?
Der erste Honda CR-V von 1995 war 4,51 Meter lang und 1,75 Meter breit. Der sechste CR-V blockiert deutlich mehr Parkfläche mit 4,71 Meter Länge und 1,86 Meter Breite. Die zehn und vier Zentimeter mehr Länge und Radstand schaffen mehr Platz im Fond.


Platz für fünf
Die Beinfreiheit auf der Sitzbank legt gegenüber dem Vorgängermodell um 1,6 Zentimeter zu. Der Fond fällt luftig aus. Die Sitzfläche ist kurz geraten, aber auch mit 1,90 Meter sitzt man von der Bein- und Kopffreiheit unter dem sich über die Köpfe spannenden Panorama-Schiebedach (Serie) bequem.
In der Mitte der Bank thront man höher, weil das Polster hier nicht mehr tief ausgeformt ist. Der Fahrzeugboden ist hier fast eben und es herrscht in der Bankmitte noch Platz für die Beine. Die Sitzbank ist um 19 Zentimeter nach vorne verstellbar und die Lehne lässt sich in 16 Stufen in der Neigung verstellen.


Und die Ablagen und Anschlüsse?
Vorne findet man in Griffnähe einen USB-A und C-Anschluss und eine 12-V-Steckdose über der breiten Ablage sowie zwei Becherhalter, eine induktive Smartphone-Ladestation und genug Ablagemöglichkeiten.

Hinten klappt eine weicher als vorne gepolsterte Armablage mit integriertem Doppel-Cupholder aus der Sitzbank aus. Guter Anschluss geht auch hier nicht verloren mit zwei USB-Buchsen.


Und das Laden?
Der Gepäckraum, in dem auch eine 12-V-Steckdose installiert ist, präsentiert sich hinter der angenehm niedrigen Ladekante tief und breit. Stehhöhe unter der elektrischen und sensorgesteuerten Heckklappe: ab +/- 1,90 Meter mit einem Nicken. Kleinutensilien landen links und rechts in den Fächern. Die Ladung lässt sich an Haken fixieren. Die solide Gepäckraumabdeckung ist leicht ein- und ausgebaut, die Banklehne aber leider nicht von hinten flachlegbar.

Liegt sie flach, wächst der sehr ordentlich Kofferraum, der in den Ausstattungslinien zwischen 579 und 587 Liter Volumen bietet, auf 1.634 bis 1.642 Liter. 82,6 kg dürfen auf dem Dach transportiert werden. An Zuladung verkraftet der CR-V Hybrid 439 bis 475 kg.


Anhänger: Mehr geht im PHEV
Die Anhängerkupplung verkraftet 75 kg Stützlast. Ungebremste Anhänger sind bis lediglich 600 kg Gewicht erlaubt und gebremste dürfen ebenfalls nur 750 kg wiegen. Allein der Honda CR-V Plug-in-Hybrid e:PHEV mit Frontantrieb und größerer Antriebsbatterie packt 100 kg Stützlast auf der Anhängerkupplung und nimmt es mit 1.500 kg schweren Anhängern auf.





Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar abzugeben Login