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Toyota Prius im Test: drei Millionen sparen

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Nach drei Millionen Prius darf man die Frage stellen: Mit welchem Toyota Prius spart man am meisten? Vom Verbrauch? Vom Preis? Test Toyota Prius.

Toyota Prius Test

Wie lange muss man mit dem teuren Prius Plug-In-Hybrid fahren, um 9.750 Euro Aufpreis auf einen Toyota Prius wieder einzufahren? Der Plug-In-Hybrid steht mit 36.550 Euro in der Preisliste, der Prius mit 26.800 und erweist sich, auch ohne mit den Steckdosen in Kontakt zu kommen, als sparsam.

Sehr sparsam. Schon die erste Ausfahrt im Frankfurter Stadtverkehr untermauert dies mit dem Faktischen der Zahlen auf dem Cockpitdisplay. Dort stehen: die Wegstrecke, „21 km“. Die gefahrene Zeit, „0,40 h“.

Der Verbrauch, „4,5 l“ und die mit Hilfe des Elektromotors bewirkte Ersparnis: „0,68 €“ – wenn dieses Beispiel einer klassischen Kurzstreckenfahrt auf ein ganzes Autoleben hochgerechnet wird (250.000 km), steht da am Ende eine beträchtliche Ersparnis: fast 8.100 Euro.

Toyota Prius Automatik Getriebe

Hybrid spart. Schon deshalb zählt Toyotas Hybridfraktion mittlerweile fünf Exemplare. Ohne die fünf Vollhybridmodelle von Lexus (CT 200h, IS 300h, GS 450h, RX 450h und LS 600h L), aber die gehören – Lexus ist eine Konzerntochter von Toyota – streng genommen auch noch dazu.

Ein Rückblick auf die Konkurrenz verdeutlicht die Fortschrittlichkeit von Toyotas Konzept: Als Bundeskanzler Schröder auf der IAA 2005 in der Frankfurter Festhalle vor dem neuen Audi Q7 Hybrid posierte (der wurde nie gebaut), waren die Pioniere Toyota mit dem ersten Prius (von 1997) und Honda mit dem ersten Insight schon in Serie – soviel zum „Vorsprung durch Technik“.

Fast zwei Jahrzehnte Erfahrung, die man in der dritten Prius Generation erfahren kann. Man erkennt Toyotas Hybridmodelle am blau schimmernden Toyota-Emblem an Front, Heck und ums Schaltschema. Das Heck ist typisch japanischer Hybridlook: ein Fenster oben, ein Fenster unten.

Toyota Prius Felgen Räder

Der Prius hat was Didaktisches, denn er erzieht mit all seinen Verbrauchsanzeigen, Kraftquellengrafiken und Balkendiagrammen offensiv zum mitdenkenden Gasfuß.

Aber das Starren auf die Anzeige, die den Verbrauch im Fünf-Minuten-Takt auf dem Touchscreen-Monitor serviert, ist nur eine vom Fahrgeschehen ablenkende Anfangserscheinung des Prius-Fahrens. Wenn Verstand und Gasfuß ausgelernt haben, weiß ihr Mensch: Ein lauer rechter Fuß ist das ökonomischste.

Der Gasfuß macht die Musik: Erst startet das japanische Motorenensemble rein elektrisch. Das gelingt in Fahrt bis etwa 60 km/h. Die E-Welle gehört dabei aber gefühlvoll gesurft. Pusht der Fuß zu sehr, steigt der 1,8-Liter-Vierzylinder mit ein (1.798 ccm Hubraum, 142 Nm Drehmoment zwischen 2.800 und 4.400 U/min und 99 PS Leistung bei 5.200).

Bei Vollgasfahrten steht der Otto dann voll unter Strom. Das sorgt für ordentlich Durchzug. Wenn von der Ampel weg gestartet wird, geht das pur elektrisch.

Wenn man verhindern will, dass sich der Benzinmotor zuschaltet, allerdings so unflott, dass man im Rückspiegel in den Gesichtern der Hinterherfahrenden tatsächlich ein: „Hey, geb Gas Opa!“, abzulesen meint. Ortsdurchfahrten gelingen rein elektrisch. Erst wenn der Befüllstatus des Akkus nur noch zwei Striche zählt, schaltet die gewiefte Sparelektronik den Otto zu.

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