Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Suzuki Across 2.5 Plug-in Hybrid im Test: Zielführend
Was sagt der Autotester im Test über den Suzuki Across?
Wie das Stecker-SUV Kraft aufbaut, macht Eindruck. Der Suzuki Across ist sehr selbstverständlich und harmonisch schnell. Ohne auf Kurvendynamik aus zu sein, liegt er komfortbetont auf der Straße. Trotz der Familien- und Transporttauglichkeit gehen erstaunlich hohe Kurventempi. Und das mit einem sehr sicheren Gefühl.


Die Lenkung meldet gut zurück. Bei Lastwechseln gleiten die 2,1 Tonnen sanft ins Untersteuern hinüber. Der elektronisch gesteuerte Allradantrieb „E-FOUR“ sorgt für Stabilität und Sicherheit auf nassen und verschneiten Fahrbahnen.


Kräftig genug
Der Antrieb ist kräftig genug für die Gewichtsklasse. Drei Motoren sorgen für den Vortrieb. Der 2,5-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse.

Die Kraft wird an der Vorder- und Hinterachse zwischen 100:0 bis 20:80 zugeteilt. Der Elektromotor an der Vorderachse produziert 182 PS und der an der Hinterachse 54 PS. Der 2,5-Liter-Vierzylinder spendiert 185 PS Leistung dazu.


306 PS Gesamtleistung greifen an den vier Antriebsrädern. Kanalisiert von der CVT-Automatik, mit deren Schaltpaddles beim Herunterschalten butterweiche Schaltwechsel gelingen. Genauso smooth gelingt Langstrecke mit dem ACC-Tempomat: Die Tempomat-Taste auf der rechten Lenkradspeiche und die „SET“-Taste drücken, schon geht´s, automatisch die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann haltend, voran.


Gute Performance
Das Zusammenspiel der drei Motoren erfolgt geschmeidig. Wie stark sich der Antrieb reinhängt, hängt vom Fahrprogramm ab. Am Drehrad auf der Mittelkonsole lassen sich der Normal-, Eco-, Sport-, Trail- und EV-Modus aktivieren. Im EV-Modus ist der Suzuki Across rein elektrisch unterwegs. Nur bei starker Leistungsanforderung und wenn die Batterie stark geleert ist, schaltet sich der Vierzylinder zu. In „SPORT“ setzt sich der Motor am meisten für den Vortrieb ein. Die Normalstellung ist eine gute Wahl und auch unter „ECO“ kommt es nicht zum dramatischen Kraftschwund. „TRAIL“, das wie ein automatisches Sperrdifferenzial für Traktion sorgt, kommt im Leben eines Stadtmenschen selten vor.
Der Suzuki Across ist das größte und schwerste Modell der Marke, aber trotzdem im Spurt das schnellste. Von 0 auf 100 km/h vergehen lediglich 6,0 Sekunden. Nur im Finale wird die Grenze bereits bei 180 km/h markiert, was aus Verbrauchssicht Sinn macht.



Auch ohne Laden sparsam?
Im “AUTO EV/HV“-Mode ist man sparsam unterwegs. Wenn immer nachgeladen wird, am kostengünstigsten. Im Test laden wir den Plug-in-Hybrid nicht. Nur die ersten 61 km legt der Across rein elektrisch zurück.
Trotzdem spart der Strom aus der Batterie. Ohne Laden liegt der Anteil des elektrischen Fahrens, angezeigt im digitalen Tachodisplay, in der Stadt zumeist zwischen 60 und 70 % und auch bei langer Autobahnfahrt im Test immer noch um die 25 %.


Ladung halten
Ladung halten geht auch. Mit einem Druck auf die Taste links neben dem Automatikwahlhebel. Allerdings nur, wenn die Batterie mit 18,1 kWh Kapazität gut geladen ist. Im Test ist sie das nicht. Die Ladeklappe hinten rechts wird nicht frequentiert. Damit steigt der Verbrauch. Im WLTP-Mittel von 17,1 kWh/100km plus 1,0 Liter Super auf 6,6 Liter/100 km bei entladener Batterie.
Die Summen beim Tanken fallen brav aus. Der Tank fasst 55 Liter. Eine Tankfüllung reicht im Test beim stadtlastigen Turn für 764 km Reichweite. Verbrauch: 7,2 Liter. Bei überwiegend Autobahn mit rund 110 km/h sinkt der Verbrauch auf 6,7 Liter. Im Test genehmigte sich der Suzuki Across im Mittel 6,9 Liter Super. Mit mehr Tempo steigt der Verbrauch und mit Laden kann er noch deutlich sinken.


Zu welchem Preis?
Für den Suzuki Across 2.5 Plug-in Hybrid, für den es drei Jahre Garantie gibt, sind 58.000 Euro anzulegen. Mit mehr Ausstattung als vor der Überarbeitung (Test Suzuki Across) und klassengemäßem Navigationssystem, was den höheren Preis rechtfertigt.



Warum gerade den?
Der gelungene Auftritt, die harmonischen Fahreigenschaften, die solide Qualität, die gute Ausstattung, die geräumigen Platzverhältnisse und die gute Alltagstauglichkeit sprechen für den Suzuki Across. Der Langstreckenkomfort ist so souverän wie der Plug-in-Hybrid-Antrieb. Mehr SUV geht, muss es aber nicht sein.
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