Harmonie? Nee. Leise? Nee. Kräftig? Aber dann. Unter 1.500 U/min steht das Drehmoment noch in der Warteschlange. Der Dreizylinder-D hängt ziemlich durch.

Wer Kraftfluss in der Warteschlange erleben möchte, biegt im Zweiten naiv um eine enge Ecke. Dass der kleine Diesel noch bei Durchfahrten von Autobahnbaustellen mit 80 km/h vom Krafteindruck im letzten, fünften Gang taumelt, liegt daran, dass dieser zu lang und das Fünfgang-Getriebe insgesamt – wie ab und an bei Öko-Varianten – zu weit gespreizt abgestimmt ist.
Den sechsten Gang einzusparen, war vielleicht doch nicht eine so gute Idee.

Aber dann. Bei 2.000 Umdrehungen haut der 1.4 TDI so erfrischend und hauruck auf den Putz wie die ersten TDI-Motoren. Damit ist er unharmonisch im durchaus anmachenden Sinn: Leistung ist intensiv und spürbar.
Zudem ist der Motor (auch wegen seines überschaubaren Hubraums) einer der quirligsten Diesel auf dem Markt. Man muss ihn für seine zwei Seiten, die unforsche und vehemente, nicht mögen, aber man kann ihn dafür lieben. Leise ist er nicht, aber langweilig (wie viele in der kompakten Klasse) eben auch nicht.

Und der Realist und der Sparmensch schauen auch zufrieden. Denn der Ibiza SC 1.4 TDI Ecomotive ist es selbst: geizig. 1.693 mit 82,09 Liter Diesel zurückgelegte Kilometer.
Testverbrauch: 4,8 L/100 km. Günstiger reisen geht kaum. Groß zu kritisieren gibt es wenig (Ablesbarkeit der Instrumente, Anfahrschwäche, Laufkultur). Man kann also in jeder Hinsicht sparen. Mit Lob sollte man es nicht. (2010)
Der Seat Ibiza im Test
Weitere Informationen
https://www.seat.de/
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