
Autotest
Opel Mokka 1.2 Turbo im Test: Revolution auf 4,15
Was sagt der Autotester im Test über den Opel Mokka 1.2 Turbo?
Mokka – aber schmackhaft. Die biedere Familienkutsche ist vom Tisch. Der neue Opel Mokka demonstriert Mut zum Design und das im 4,15 Meter kompakten Crossover-SUV-Format, das sich heute besser verkaufen lässt als ein vanartiger Kleinwagen (Test Opel Mokka).
Die Front ist markant. Die Linie fließt. Der Mokka endet proper. In Weiß und mit in schwarz lackierter Motorhaube lässt der Opel die 1970er aufleben. Ohne Manta-Manni-Gehabe zum Fremdschämen.
Das Rot-Thema am Dach und den Felgen wiederholt sich im Mokka Cockpit an den Düsen der Luftzufuhr, um den Bildschirm und an den Sitzpolstern. Der zentrale Bildschirm neigt sich leicht zum Fahrer hin. Damit hat man alles gut im Blick.
Auch auffällig und gut gemacht: Die Armaturentafel umrundet den Fahrer in einiger Entfernung. Die Mittelkonsole verläuft zudem tief, was Platz schafft für lange Beine, ohne dass man sich das Knie an der Mittelkonsole stößt.
Digital ist im neuen Mokka neu. Die Digitalisierung beschränkt sich nicht nur auf den Tacho und die Bordcomputeranzeigen. Die Navigationskarte spielt der Mokka jetzt hinter dem Lenkrad auf. Damit sitzt sie optimal im Blick. Der automatische Abstandsregeltempomat hält den Mokka bequem auf Tempo. Die Distanz, die zum Vordermann gehalten werden soll, lässt sich schnell auf der linken Lenkradspeiche einstellen.
Der neue Opel Mokka animiert mehr als der Vorgänger. Er hat´s leicht, weil er leicht ist. 1.295 Kilogramm wiegt der Mokka 1.2 Turbo – Das ist neu in Rüsselsheim, wo früher unter General Motors-Führung amerikanischer Heavy Metal angesagt war.
Heute, unter Peugeot-Ägide, dominiert französischer Leichtbau. Da genügen drei Zylinder und 1.199 Kubikzentimeter Hubraum völlig.
Mit diesem Datensatz ist der 1.2 Turbo Direct Injection ein Pimpf, von der Performance nicht. Der Turbolader schaufelt bereits bei 1.750 Touren 230 Newtonmeter Drehmoment auf die Vorderräder.
Die 130 PS sind bei 5.500 Touren produziert. Nutzt man das Leistungsvermögen, läuft der Opel Mokka mit dem 1,2-Liter-Turbo in 9,2 Sekunden 100 km/h und final 200 km/h. Die Kombination mit der 8-Gang-Automatik überzeugt. Vom Klang ist der Motor ein typischer Dreizylinder, aber in kultiviert. Bei niedrigen Drehzahlen hört man kaum etwas von ihm.
Mit dem Drive Mode-Schalter auf der Mittelkonsole neben dem Schieberegler der Automatik lässt sich das Temperament forcieren oder knebeln. In „Eco“ ist der Gaspedalweg spürbar länger und der Durchzug mauer. „Sport“ ist was für die Landstraße, mehr dran an der Lenkung und weniger kippelig im Unterbau. Geht es flotter durch die Kurven, sind die Grenzen gut markiert, hörbar am vernehmlichen Walken der Pneus.
Welcher Fahrmodus und welche der acht Schaltstufen (D1 bis D8) ansteht, darüber informiert der Mokka am unteren Rand des Digitalcockpits. Mit den zwei Schaltwippen hinter dem Lenkrad kann man auch in den Automatikbetrieb eingreifen, was selten notwendig ist.
Der Verbrauch hält sich in Grenzen. Im NEFZ-Verbrauchszyklus verspricht die Werksangabe 4,9 Liter, die alle 100 Kilometer aus dem 44 Liter großen Tank des Mokka 1.2 Turbo fließen. 5,9 bis 6,0 Liter sind es im realistischeren WLTP-Zyklus. Im Test lag der Verbrauch im Durchschnitt bei 7,4 Liter/100 km und damit im grünen Bereich, in dem auch der Preis des Mokka liegt.
Zu einem Preis von 19.900 Euro geht es mit dem 100 PS starken 1.2 Turbo und dem 6-Gang-Schaltgetriebe in der Basisausstattung los. Für die im Test gefahrene 130-PS-Variante des Motors sind mindestens 23.405 Euro und mit Automatik 25.355 Euro fällig.
Warum gerade den?
Im Vergleich zum neuen Mokka, schmeckt der alte wie alter Kaffee. Der Look der Familienkutsche ist Geschichte. Die Vokabel Evolution taugt, blickt man auf den Vorgänger, zur Beschreibung null. Im Vergleich zum alten Mokka ist der neue Mokka eine Revolution. Mit gutem Ausgang.
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