Autotest
Jeep Compass 2.0 MultiJet Automatik Test: Auf Kurs?
Der Kompass zeigt im neuen Jeep Compass oft nach Norden und selten nach Süden. Auf Kurs? Test: Jeep Compass 2.0 MultiJet Automatik.
Erster Kontakt und erster Eindruck im Test
Erster Start, erste Kurve, erstes Gas geben – dieser Jeep will ein echter Jeep sein. Die Federwege des Jeep Compass, der in der beliebten 4,40-Meter-Klasse der SUVs antritt und im Vormodell keine Erfolgsgeschichte war, sind spürbar lang. Sein 2,0-Liter-Diesel schnauft bullig wie einer, der im Gelände wühlen will, und es mit dem Allradantrieb auch kann.
Der Preis des Jeep Compass Limited 2.0 MultiJet Automatik ist mit 37.700 Euro kein Sonderangebot, aber mit Komfortausstattung geizt der Amerikaner ebenso wenig wie mit Sicherheitsausstattung – bei der gibt es bei der Bestellung aber etwas zu beachten.
Was sagt der Hersteller über den neuen Jeep Compass?
Von der Ausstattung hat der Jeep Compass schon im Einstiegsmodell Sport mehr zu bieten als viele SUVs der Konkurrenz. Schon im Compass Sport gehen die Klimaanlage, der Tempomat, die LED-Rückleuchten und die elektromechanische Parkbremse mit an Bord.
Das Touchscreen-Infotainment verfügt über Bluetooth, den AUX-IN- und USB-Anschluss und den digitalen Radioempfang (DAB). Die Einbindung des Smartphone über Android Auto und Apple CarPlay fehlt zwar noch, aber nicht der Spurhalteassistent und das im hektischen Stadtverkehr willkommene Auffahrwarnsystem.
Mit dem im Test bewegten Compass Limited, der als einzige Ausstattungslinie mit jedem der Benzin- und Dieselmotoren kombinierbar ist, herrscht bei der Ausstattung Üppigkeit. Lange Aufzählung gefällig? Der 8,4-Zoll-Touchscreen mit Navigationssystem samt Einbindung des Smartphone über Apple CarPlay und Android Auto ist im Limited ebenso inklusive wie die 2-Zonen-Klimaautomatik mit etwas tief sitzender Bedieneinheit, die Sitzheizung mit etwas umständlicher Aktivierung über den Touchscreen, die Dachreling, die Nebelscheinwerfer mit integriertem bbiegelicht, die Parksensoren hinten und direkt vor der Nase das 7,0 anstatt 3,5 Zoll große Infodisplay.
Mit dem im Testwagen eingebauten Beats Soundsystem (Paket) mit acht Lautsprechern samt Subwoofer im Kofferraum, der etwas Breite kostet, geschieht es das erste Mal überhaupt in einem Test, dass der Bass zurückgeregelt wird – so tief und deftig wummert er im Compass.
Die Sitze sind im Compass Limited mit Stoff und Leder bezogen und die Rücksitzlehne im Verhältnis 40:20:40 umklappbar. Ebenso zur Ausstattung gehören der Fernlichtassistent, der schlüssellose Fahrzeugzugang, die elektrisch anklapp- und beheizbaren Außenspiegel und die Alarmanlage mit Ultraschall-Innenraumüberwachung und Neigungsalarm. Von außen erkennt man den Compass Limited an den Xenon-Scheinwerfern, den hinten abgedunkelten Seitenscheiben, den verchromten Fensterrahmen und den 18-Zoll-Rädern.
Was sagen die Mitfahrer im Test über den Jeep Compass?
Steht der Compass, der in Mexiko gebaut wird, neben einem Renegade, der in Italien vom Band läuft (Test Jeep Renegade), steigt mancher Mitfahrer lieber in dem ein, weil man mehr Platz über dem Schädel hat. Der Renegade erweist sich mit 1,70 statt 1,64 Meter Höhe als der Luftigere im Innenraum. Allerdings ist das auch mit 1,90 Meter Körpergröße kein Problem im Compass. Am Ende überzeugt der geducktere Jeep SUV, der bis auf den Geko unter dem Scheibenwischer ernsthafter als der Renegade wirkt, mit 15 Zentimeter mehr Länge als im Rengade.
Auf allen Sitzplätzen gibt es im 4,39 Meter langen Compass zwar weniger Kopffreiheit als im 4,24 Meter messenden Renegade, aber auf der Rückbank mehr Kniefreiheit und im Kofferraum mehr Platz – 438 Liter versus 351 Liter.
Und wenn man plant, regelmäßig schwere Anhänger zu ziehen, sollte man den 140-PS-Diesel mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe wählen. Der darf in der Compass Modellreihe mit 1,9 Tonnen am meisten ziehen. Nur zum Vergleich: Am Ende des Renegade sind es maximal 1,5 Tonnen.
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