Autotest

Fiat 500X Facelift im ersten Test: Feuerfliege

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Was sagt der Autotester über das 500X Facelift?

Vor dem neuen Fiat 500X stehend, enttarnt man das 2018er Facelift an den LED-Tagfahrleuchten und neu gezeichneten Stoßfängern, neuen Felgendesigns und am Poppes an den Heckleuchtenbändern über Blech, die der kleine Cinquecento schon mit dem 2015er Facelift erhielt.

Fiat 500 X Facelift, ScheinwerferFiat 500 X Facelift blau, weiss, 2018

Im Cockpit fallen ins Auge: Das unten abgeflachte Lenkrad und die neuen Ziffernblätter der Instrumente, in deren Mitte auf dem 3,5 Zoll großen TFT-Display die Infos vom Bordcomputer auflaufen.

Sonst noch was indoor? Das doppelte Handschuhfach vom Cinquecento, die in Wagenfarbe lackierten Flächen an der Armaturentafel … alle da. Am Ablesen gibt’s nichts zu auszusetzen. Bedienen ist ungefähr so kompliziert wie Schuhe binden. Und Fahren eigentlich auch.

Der Fiat 500X liegt straff und ist dadurch handlich. Das passt zum Charakter der 500er. Mit dem Fahrmodusschalter lässt sich die Charakteristik von Lenkung und Motor abstimmen.

Fiat 500 X Facelift 150 PS VierzylinderVier der Motoren sind alte Bekannte im 500X, der brave 1.6 e-torQ mit 110 PS (Test Fiat 500X 1.6 e-torQ), der 95 PS leistende 1.3 MultiJet Diesel, der lässige 1.6 MultiJet Diesel mit 120 PS (Fahrbericht Fiat 500 X 2.0 MultiJet Diesel) und der mit Allradantrieb 150 PS leistende 2.0 MultiJet Diesel (Fahrbericht Fiat 500X 4×4). Zwei Motoren sind ganz neu: der 1,0-Liter-Dreizylinderturbo mit 120 PS und der 1,3-Liter-Vierzylinderturbo mit 150 PS.

Beide sollen, so verspricht es Fiat, 20 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen als vergleichbare Benziner. Der 1.3 FireFly Turbo macht dem 500X, siehe oben, schon ordentlich Beine, ist aber nur mit dem DCT lieferbar, was nicht jedermanns Sache ist; auch weil es mehr kostet.

Fiat 500 X Facelift, rot, von hintenFiat 500 X Facelift, Rot, vorne, Front

Der neue Dreizylinder hängt am Sechsganggetriebe und beim Zwischenbeschleunigen etwas mehr ab. Zumeist arbeitet der Dreizylinderturbo, unterstützt von guter Dämmung, laufruhig im Hintergrund. Nur wenn er ausgedreht wird und auf dem Weg dorthin, spielt er sich mit dem typischen Knurren eines Dreizylinders in den Vordergrund.

Welchen Motor man nun im 500X nimmt, bleibt Geschmack- und Anwendungssache. Der Einstiegsmotor mit 110 PS und der neue Dreizylinder mit 120 PS genügen zumeist.

Wird häufig Langstrecke gefahren, ist ein Diesel wegen seines niedrigen Verbrauchs immer noch von Vorteil. Wobei dem 120 oder 150 PS starken Diesel gegenüber dem 95-PS-Selbstzünder der Vorzug gegeben werden sollte, denn der 500 X wiegt 1,4 bis 1,6 Tonnen.

Fiat 500 X Facelift blau, weiss, 2018

Und wenn gerne im Benziner flott gefahren wird, ist der neue Vierzylinderturbo mit 150 PS klar die erste Wahl.

Die zweite Wahl fällt bei der Ausstattungslinie, zwischen 500X Urban, 500X City Cross und 500X Cross. Schon der urbane 500X erhält die verbesserte Sicherheitsausstattung mit sechs Airbags, ESP, Reifendruckkontrollsystem, Berganfahrhilfe, Lenkassistent, Tempomat, Verkehrszeichenerkennung und Spurhalteassistent.

Im 500X City Cross findet sich das neue Uconnect Infotainment mit 7,0-Zoll-Touchscreen und Digitalradio (DAB). An dem wird das Smartphone mit Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden und es lässt sich auch auf dem Bildschirm spiegeln. Alle Funktionen lassen sich somit mit denen vom eigenen Smartphone gewohnten Handgriffen steuern. Praktisch.

Der 500X Cross bietet mit der Rückfahrkamera, den hinteren Parksensoren, der Zwei-Zonen-Klimaautomatik und dem serienmäßigen Navigationssystem die beste Ausstattung. Wer noch mehr Fahrassistenz schätzt, kann das 500 X Facelift auch mit Fernlichtassistent (wer es braucht), Toter-Winkel-Assistent (sinnvoll), Bewegungserkennung hinten (eine gute Investition), adaptivem Tempomat (eine bequeme Investition) und autonomem City-Notbremsassistent (absolut empfehlenswert) bestellen.

Fiat 500 X Facelift, FrontFiat 500 X Facelift, weiss, Heck

Warum gerade den?

Leichtfüßiges Handling, moderne Motoren, leichte Bedienung, das Design und mehr Platz, das sind ein paar Dinge, die in der 500er Familie für den 500X sprechen. Manchem ist das Fahrwerk vielleicht immer noch zu straff. Dem anderen ist der 500X vielleicht zu unübersichtlich (heilend: die Rückfahrkamera; Serie im 500X Cross). Dazu ist der neue Dreizylinder eine vernünftige Wahl und der neue Vierzylinderturbo, wenn man es gerne dynamischer mag, ebenso.

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