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BMW M3 Cabrio im Test: 420 PS offen

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BMW M3 Cabrio Test: Lenkrad, Cockpit, Monitor, ArmaturenbrettAus Vortrieb wird schnell Trieb, wenn alle Sporteinstellungen (inklusive der Launch Control) greifen, und die LED-Shiftlights (optische Schalthelfer), hektisch und anspornend am oberen Rand des Drehzahlmessers in Gelb und Rot orgeln. Die M-Taste des handlichen, weil kompakten und ledernen M Sportlenkrads drückt man – konzeptüberzeugt – bald so beiläufig wie den Start-Stop-Knopf. Bei der DSC-Taste sollte man sich das auf der Straße verkneifen. Das mehr Querbeschleunigung zulassende „Sport Plus“ gibt nur einen ersten Vorgeschmack: Das Heck geht bei Vollgas und Nässe bei 70 km/h ganz plötzlich quer. Und wird vom Sport-DSC in Millisekunden blitzartig wieder zurückgeholt. Das gleiche ohne DSC? Und man wäre am Heck um einen halben Meter kürzer, und die komplexe Dachmechanik hätte in der Leitplanke auch etwas gelitten.

Das in 20 Sekunden Sonne machende Öffnungsprozedere ist das gleiche wie in einem gemeinen 320d Cabrio (41.300 €). Die Platz-, Bedien- und Kofferverhältnisse sind es auch. Gute Dinge wie die Klimaautomatik mit Cabrioprogramm, die im Winter schneller Wärme bereitstellende Restwärmetaste oder der BMW-„Tipp“-Blinker sind auch hier mit an Bord, mit den Jahren erst gut gewordene wie iDrive ebenso. Der klassische Dreisatz viersitziger Cabrios bei geöffnetem Dach gilt auch hier: vorne bei voller Fensterwand entspannt, seitlich fensterfrei intensiv, hinten eine Windtortour.

BMW M3: Schaltung, Schaltgeschwindigkeit, EDC, DSC, Power TasteDie erste Reihe ist ein Privileg. Der M-Treiber stellt die präzise, aber im Grundmodus etwas leichtgängige Servotronic in M Drive auf „Sport“, die dreistufige elektronische Dämpfer Control (EDC) ebenso und den Drive-Modus des DKG auf die flotteste der fünf wählbaren Geschwindigkeiten (Stufe 6 nur mit Launch Control, und ohne DSC) und verlustiert sich in Drehorgien, an der taffen Bremsanlage und dem Essbesteck des rasanten Doppelkupplungsgetriebes: den Schaltpaddeln.

Teuer, weil bald ans Herz gewachsen, teuer aber auch so: 3.800 € saugt das automatisierte, die Gangstufen elektro-hydraulisch wechselnde M Doppelkupplungsgetriebe vom Konto. Dafür deutet es die Wünsche des Fahrers, indem es vor der Ampel flink motorbremst oder an seinem Gasfuß klebt wie ein Wrigley Spearmint an der Sohle. Flott überspringt es auch mal drei Gänge und zeigt den gerade aktuellen immer brav im Display. Damit ist das DKG, nachdem es anfangs ruppig und unharmonisch agierte, endlich das, was es immer werden sollte: ein Genuss.

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