Autotest

Suzuki Ignis 1.2 Test: Hummer auf 90 Grad

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Was sagt der Autotester im Test über den Suzuki Ignis?

suzuki-ignis-weiss-weite-frontWarum schauen so viele dem Ignis hinterher? Eigentlich ist das nur eine rhetorische Frage, denn mit der Visage mit Charakter, dem Body mit breiten C-Säulen und betonten Radhäusern wirkt der Japaner fürs Kurzformat putzig-martialisch. Ein Hummer auf 90 Grad gewaschen. Naja, fast.

Wenig Länge gleich gute Übersicht? Nee. Vorne geht die Formel im Ignis auf, hinten nicht. Weil Suzukis SUVchen mit 1,60 Meter einige Zentimeter höher baut als ein normaler Stadtflitzer, sieht man beim Einbiegen in Nebenstraßen über die parkenden Autos etwas besser hinweg – ein Vorteil.

Der Ausblick nach hinten ist wegen der breiten hinteren Säulen und dem hohen Heckfenster aber eher verstellt. Auf die Rückfahrkamera sollte man deshalb nicht verzichten. Das kostet aber zusätzlich, da die Kamera im Ignis Basic und Ignis Club nicht mitgeliefert wird und erst im Ignis Comfort und Comfort+ zur Serienausstattung zählt.

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Was im Kleinwagen viel zählt, ist wenig Gewicht. Mit 885 kg Gewicht steht der Ignis als 1.2 Dualjet Basic auf der Waage. Dies ist der Wendigkeit genauso förderlich wie die sehr leichtgängige Lenkung. Und auch der Verbrauch hat etwas davon. Von 4,7 Liter/100km spricht Suzuki, 5,2 Liter Super fließen im Test alle 100 Kilometer aus dem 32 Liter großen Tank.

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suzuki-ignis-weiss-heck-seiteSpartanisch war früher. Heute ist das nicht mehr so. Zumindest nicht im Ignis in der Topausstattung Comfort+. Die weißen und bunten Kunststoffteile am Armaturenbrett und an der Tür, der frei stehende Touchscreen-Bildschirm und die schicke Klimakonsole (der Mini lässt grüßen!) machen was her.

Wer vor zwanzig Jahren an Suzuki dachte, dachte bestimmt nicht an einen Tempomat, eine Sitzheizung, eine Fensterheberautomatik und eine Lichtautomatik. Und auch das wie im Vitara (Test Suzuki Vitara) über gekachelte Bildschirmfelder gesteuerte Infotainment samt Sprachsteuerung sowie das Soundsystem wissen zu gefallen. Letzteres mit ordentlichem Klang aus den Lautsprechern.

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Ein Lautsprecher ist der 90 PS leistende Vierzylinder nur, wenn man ihn mit bis zu 170 km/h scheucht. Das hat allerdings mehr mit dem erhöhten Karosserieaufbau und dem Wind zu tun als mit dem Motor und seiner Laufkultur. Bei niedrigen und mittleren Drehzahlen hält sich der 16-Ventiler gesittet im Hintergrund.

Beim Durchzug auf der Autobahn leider auch. Gibt man plötzlich Gas, benötigt man im fünften und letzten Gang oft Geduld. Seine mangels Turboaufladung nicht gerade bärigen 120 Nm hat der Ignis 1.2 erst bei 4.400 U/min am vorderen Radsatz versammelt. So vergehen 12,2 Sekunden aus dem Stand bis Tempo 100.

Das Fahrwerk sorgt nicht nur für Handlichkeit, sondern auch für Komfort. Für 3,70 Meter Länge und 2,44 Meter Radstand halten die 16-Zöller mit 175/60er-Gummiauflage Schlechtes vom Belag gut raus aus der Fahrt. Beim Fahren in der Stadt ist der kompakte Wendekreis von 9,40 Meter ganz klar von Vorteil. Wie der Spurhalteassistent auf der Landstraße. Hält man nicht sauber Spur, warnt der Spurhaltehelfer akustisch und klemmt sich mit herbem und lautem Scharren voll warnend rein.

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Warum gerade den?

Was der alles für den Preis bietet. Der Ignis startet als Einstiegsmodell Basic bei 12.740 Euro und steht als im Test gefahrener 1.2 Dualjet Comfort+ mit 16.440 Euro in der Preisliste. Das Handling und das Platzangebot sprechen für sich wie das Design.

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Keiner sieht so aus, also sehen viele hinterher. Wenn sogar Porschefahrer über den Kauf eines kompakten Suzuki nachdenken, hat ein Kleinwagenproduzent, wie Suzuki traditionell einer ist, wohl mit dem Ignis, das ist das Fazit des Tests, vieles richtig gemacht.

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