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Seat Ateca im ersten Test: Fahrbericht Seat Ateca 1.4 TSI

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Was sagt der Autotester?

Das Seat-typische leichtfüßige Handling des Ateca passt in eine Zeit, in der SUVs weniger durchs Gelände als durch die Innenstädte preschen. Es lässt sich per „Seat Drive Profile“ an die Fahrsituation und die eigenen Fahrvorlieben anpassen. Vier Modi stehen mit dem Frontantrieb bereit und zwei zusätzliche, Offroad und Snow, mit dem Allradantrieb. Im Eco- und Normal-Modus rotiert die Servolenkung leichtgängig und im Sport-Modus geschieht das Einlenken direkter. Das Fahrwerk lässt den gesund straff abgestimmten Seat Ateca ohne störende Seitenneigung durch die Kehren wieseln, trotzdem geht der Komfort auf. Mit dem Seat Ateca auf Reisen zu gehen, gehört sicherlich zu den angenehmen Dingen im Leben.

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Und im Gelände fahren? Auch. In den Fahrmodi lassen sich Allradantrieb, Motor und Servolenkung auf den aktuellen Untergrund einschwören. Die Bergabfahrkontrolle sorgt für ein sicheres Gefühl bei steilen Abfahrten. Starke Schräglagen werden mit der Gradanzeige überwacht. Das hilft im Gelände genauso wie das geniale Top-View-System, dessen Kameras nicht nur das Fahrzeug aus der Vogelperspektive und den Bereich vor und hinter dem Fahrzeug auf den Acht-Zoll-Monitor zaubern, sondern auch die entscheidende Zone links und rechts neben den Vorderreifen. Das System lässt sich intuitiv auf dem Touchscreen bedienen. Schade ist nur eines: Im Gelände nutzt man es eher selten. Nicht weil der Ateca nicht kann, sondern weil es bei den ganzen Verbotschildern nur selten geht.

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Wenig Gewicht macht es den Motoren leichter – Fünf Turboaggregate stehen vorerst zur Wahl. Der kleinste Benziner im Ateca 1.0 TSI produziert mit drei Zylindern aus nur 1,0 Liter Hubraum 115 PS. Der 1.4 TSI leistet 150 PS und der im Ateca beliebte Diesel als 1.6 TDI 115 PS oder als 2.0 TDI 150 oder 190 PS. Entweder kommt die Kraft mit Front- oder Vierradantrieb und mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße.

Dem gefahrenen Vierzylinder 1.4 TSI gelingt das Fahrgeschäft mit 150 PS Leistung und 250 Newtonmeter maximalem Drehmoment, die ab 1.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen, unangestrengt. Mit diesem Aggregat sprintet der Ateca locket in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 201 km/h und der Verbrauch zwischen 5,3 und 5,5 l/100km – sagt Seat, nicht das reale Leben.

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Und die Schwächen? Das tolle virtuelle Cockpit des Volkswagen Tiguan befindet sich nicht im Angebot. Der Tempomathebel versteckt sich hinter dem Lenkrad und das Cockpit könnte getrost einen guten Hauch mehr „Emocion“ vertragen. Und auch eine verschiebbare Rückbank, die ein Tiguan bietet, würde Seats praktischen SUV noch praktischer machen, weil sich Bein- und Kofferraum noch freier variieren ließen. So stehen die Verhältnisse fest: 485 Liter passen mit Allradantrieb in den Kofferraum, 510 Liter mit Frontantrieb und 1.579 Liter, wenn die Rückbanklehnen umgeklappt werden – Vergleich: Der VW Tiguan schluckt 615 bis 1.655 Liter. Sollte der Kofferraum mal nicht ausreichen, dürfen hinten noch bis zu 2,1 Tonnen angehängt werden.

Warum gerade den?

Viele Stärken, wenige Schwächen: stimmt. Die verschiebbare Rückbank fehlt und zwei Jahre Garantie sind nicht mehr als Pflichterfüllung. Kia gibt für den Sportage sieben Jahre Garantie. Seine Vorzüge spielt der Seat Ateca aber beim Fahrwerk, der Modernität der Sicherheits- und Infotainmentsysteme und auch bei der guten Raumnutzung aus.

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Und auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis hält der neue Seat Ateca sein Versprechen. Seats ersten SUV erhält man zum Einstiegspreis von 19.900 Euro rund 6.000 Euro günstiger als den VW Tiguan – noch so ein Kaufanreiz.

 

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