Alltagstauglichkeit bedeutet nicht, allein mit drei Calvin Klein-Unterhosen, den Golf-Knüppeln und der Zahnbürste in den Urlaub fahren zu müssen (105 l unter der Aluhaube, Rücksitze als Ablage), aber fraglos ist der Turbo von den Genen her eher ein 2+1,5-Sitzer.

Beinfreiheit hinten? Falsche Frage. Sitze davor? Perfekter Seitenhalt. Qualität? Im Ganzen (Karosseriesteifigkeit, sehr gute Verarbeitung) wie im Detail (zwei inkassettierte Überrollbügel hinter den Rücksitzen, sichtbar solide Verdeckdichtungen, praktischer Stift-Halter im Handschuhfach …). Bedienung? Finden, nicht suchen.
Traditionell gewährt der Tank zu wenig Litern Aufenthalt (67 Liter). Dass die Tankanzeige unpräzise anzeigt, mag ein Sonderfall sein, die zu kleinen Tachoziffern und die akzeptablen Verbräuche bei verhaltenem Gasfuß (minimal: 9,4 l Super Plus/100 km) sind allerdings die 911-Regel.

Öffnen und Schließen geht auch in Fahrt bis ca. 50 km/h. Mit dem sinnlichen Frontspoiler unsinnlich aufzusetzen ist der schabende Tribut an die Sportlichkeit. Hinten rechts wegen der hohen Sitzlehne und dem dann störenden Verdeck, kaum etwas zu sehen, von der Konstruktion her noch verstehen – der Aufpreis der Einparkhilfe nicht.

Und 310 offen? Leistung bietet das 911 Turbo Cabriolet so üppig wie Luft im Innenraum. Mit Schaltgetriebe führt das – ein bestätigtes Vorurteil, wenn auch streng subktiv – zu noch mehr Freude an der schnellen Gangverwaltung des schieren Leistungsüberflusses.
Auch wenn die Tiptronic S – ein widerlegtes Vorurteil – tatsächlich noch flotter agiert als jeder Fahrer (3,8 s von 0 bis 100 km/h). So oder so macht der Turbo macht keinen arm, denn man muss reich sein, einen zu besitzen. Ob mit Tiptronic S oder Schaltgetriebe? Keine Geldfrage, eine Glaubensfrage, eine Altersfrage, … noch Fragen? (2008)
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