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BMW 3er im Fahrbericht

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Der neue BMW 3er Testbericht, alter DreierUnd dann erst das Hinten„sitzen“: Mit 1,95 Meter ergibt sich unter der Diktatur des Daches eine Oberkörperhaltung zwischen Büßerknicks und Magenkrampf. Das Problem mit den Beinen ist da noch gar nicht gelöst. Problem und Tatsache ist eben auch, dass wir immer größer werden: statistisch einen Millimeter pro Jahr, sieben im Laufe einer Modellgeneration. Der erste Eindruck im Fond der fünften Generation, die am 5.März auf den deutschen Markt kommt, ist da doch luftiger: Mehr Raum, kommod. Aber doch nicht ganz üppig im Fuß- und Luftraum – eben im Herzen und Innenraum 3er geblieben.

In der Grundversion steht die Rückenlehne fest, als Sonderausstattung ist sie im Verhältnis 60:40 geteilt und klappbar. Der Gepäckraum dahinter vergrößerte sich von 440 auf 460 Liter (Zuladung: 520 kg). Erstmals bei BMW befindet sich im Kofferraum unter der Hutablage eine Schublade (290 €), in der sich zwei volle, bis zu fünf Kilo schwere Aktenordner verstauen lassen. Neu, und zuvor eher in der 5er- und 7er-Klasse zu suchen, ist auch so manches andere Extra: die seitlichen Sonnenschutzrollos, die Vorfeldbeleuchtung, die aktive Geschwindigkeitsregelung, eine Rückfahr- oder Frontkamera oder das elektronische Fahrtenbuch. Die empfehlenswerte Lehnenbreitenverstellung der Sportsitze bot zuvor nur der M3.

Das im gekonnt kühlen Stil des 5er designte Armaturenbrett dreht sich um nur wenige, aber dennoch wahrnehmbare vier Grad zum Fahrer. Die Anzahl an Schaltern und Knöpfen wurde gegenüber dem 5er drastisch reduziert, das geliebte und gehasste iDrive-System und das klassische Zwei Augen-Design der Instrumente (Tachometer, Drehzahlmesser) ebenso von dort übernommen. Hinter dem Volant erklärt nun auch BMW den Schlüssel zum Anachronismus. Dessen Funktionen übernehmen ein bartloser Funkschlüssel in Arbeitsunion mit einem Start-Stopknopf.

Damit vollzieht man um zu starten oder zu stoppen zwei Handgriffe statt nur einem: modisch, nicht praktisch. Nur mit dem „Komfortzugang“, wenn das „ID-Geber“ genannte Plastikteil ganz in der Hosentasche bleibt, und sich die Türverriegelung automatisch öffnet und Steller von Sitz, Spiegel und Klimaanlage (Serie) ohne Fingerdruck in die vorgewählte Position rücken, macht der Schlüsselverzicht wirklich Sinn – allerdings der Hersteller auch gut Kasse (600 €). Dass das Lehnennetz hinter dem Fahrersitz bei der Basis 320i/d (der 318i kommt erst im Herbst) eingespart wurde, ist dagegen ausgesprochen kleinlich erdacht: Selbst in einem der günstigsten Autos auf dem deutschen Markt ist es Serie –  und den Daihatsu Cuore (ca. 7.500 €) gibt es zum Preis eines 320d dann gleich im Viererpack.

Eine Sekunde nachdem das Schlüsselplastik im Zündschacht steckt, ist klar, dass man im 3er schon auf den Seriensitzen sehr gut sitzt. Entweder auf Stoff, Stoff-Leder, Kunstleder oder Leder. Acht Ausstattungsfarben, vier Dekorflächen und zwölf Außenfarben stehen zur Auswahl – macht inklusive aller Individualisierungen 624 Kombinationsmöglichkeiten.

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