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Honda Civic Hybrid IMA im Test

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Honda Civic: Hybridmotor IMA im TestHonda Civic Hybrid: Instrumente, Tacho, DigitaltachoLeichtfüßig und mit wenig Rollwiderstand – typisch Sparmobil – rollt der Civic Hybrid etwas zu trocken – genauso typisch – ab (was auch der Winterbereifung des Testfahrzeugs, Pilot Alpin 195/65 R15, zuzuschreiben ist). Das Fahrwerk beschreibt sich am flottesten so: Lange Wellen: gut, Gute Straße: geschmeidig, Gullys und Kurzwelle: hölzern. Die extreme Kurve liegt dem Hybrid weniger, der sanfte Hüftknick und Walkgesang in solchen Momenten schon. Keine Frage, das sportlicher abgestimmte Fließheck geht deutlich dynamischer um die Kurve. Das sportlich kleine MF-Lederlenkrad und die spritzig abgestimmte Servolenkung (leichtgängig, präzise, einfühlsam) schmücken aber auch den Hybrid – Urteil: Lenkung sportiv, Fahrwerk weniger.

Dafür sieht man hier weitaus mehr. Die Sichtfalle des Civic Schräghecks ist mit dem Kofferraumansatz entschärft. Beim rückwärtigen Rangieren zwingt das schwer einsehbare Heck den Fahrerpo trotzdem aus dem Sitzkissen. Die Windschutzscheibe hat jedoch Panoramaqualität. Dafür ist die Gewagt-und-Gewonnen-Kreativität des Schräghecks völlig verebbt. Nun ist das Heck mit großen Rückleuchten das markanteste Element.
Honda Civic Hybrid: Cockpit, Innenraum, interior, LenkradePlatz nehmen und wundern – der Unterschied von Draußen (konservativ) zu Drinnen (innovativ) ist eklatant. Die Civic-Kanzel ist eine optische Punktlandung. Die popige Terrassen-Armaturen (der Drehzahlmesser in der Ebene und der Digitaltacho im Obergeschoss) werden hier flankiert von den IMA-Anzeigern (Charge und Assist). Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es um den digitalen Tacho fast geschehen, die Tankanzeige ist gar nicht mehr zu erkennen. Auf den Start-Stop-Knopf wurde im Hybrid verzichtet.

Ablagen gibt es reichlich (vier Fächer unter einer Klappe oder einem Rollo, riesiges Mittelfach, Becherhalter). Der zackig geformte Handbremshebel stört Langbeiner am rechten Knie. Eine Raste mehr, um korrekt aufrecht sitzen zu können, hätte unserem größten Tester (1,95 m) besser ins Sitzbild gepasst. Aber die Sitze sind ansonsten richtig gut: straff gepolstert, tief konturiert im Rückteil, mit gutem Seitenhalt. Die serienmäßige Hifi-Einheit ebenso: frische Höhen, knackige Bässe, gute Räumlichkeit. Da tut das Sounddesign der Fahrzeugtüren, ein hell tönender Realismus, beinahe schon etwas weh: blechern.
Honda Civic Hybrid Test: hinten sitzenDer 4,55 Meter lange Civic Hybrid macht etwas aus seinen Metern – und aus den hinteren Abteilen: großzügige Beinfreiheit, genug Kofferraum (Volumen: 350 l). Das lichte und freundliche Interieur in beigem Leder macht mehr her als das des einzigen direkten Hybrid-Konkurrenten – Stichwort: siehe oben.

Dass der Wechsel von niedrigen zu hohen Drehzahlen genauso der Harmonisierung bedarf wie beim Toyota, mit diesen Problemen kämpfen auch deutsche Hersteller, die bis heute allesamt noch kein Hybridfahrzeug anzubieten haben. Das bringen sie vielleicht noch 2008, wahrscheinlich erst 2009. Der Honda Hybrid bringt es schon heute: alltagstauglich, geräumig, genügsam – und das alles für 6,36 l/100 km und einmalig 23.800 Euro beim Kauf. (2007)

Der Honda Civic im Test

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