Test

Alfa Romeo Brera 2.4 JTDM Diesel QTronic im Test

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Push the button – ein Knopfdruck auf die Sporttaste der 6-Gang-QTronic und der Puls hebt sich um ein halbes Tausend Umdrehungen. Der Reihen-Fünfzylinder tritt massiver an, verharrt jedoch länger – als manchmal lieb – im hohen Drehzahlbereich. Die Tatsache, dass „Sport“ bei jedem Neustart reaktiviert werden muss, offenbart die Intention: Kann man machen, muss man nicht. Das sportliche Vorangehen erfordert zudem eine Anpassung an die andere Sportmotorik des Selbstzünders: Früher auf´s Gas, immer schon einige Hundertstel vor dem Kurvenscheitel, da der Lader die Brennkammern erst richtig voll geschaufelt haben muss.

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Kernfreuden: lenken, zackig, präzise. Der Brera ist ein agiler Fronttriebler, wenn man ihn fordert. De straffe, nicht unbedingt virtuose Querfugenparierer geht schmiegsam über die Kuppen und sehr konsequent und überzeugend durch die Kurven. Die Bremsanlage, für 320 € mit Vier-Kolben-Monoblock-Festsattel vorne ausgestattet und in Rot lackiert, agiert extrem auf dem Sprung. Das Drehmomentpfund bringt den stämmigen Alfa bei Vollgas und Nässe damit (18 Zoll-Leichtmetallräder Supersport II mit Bereifung 235/45) ganz natürlich aus dem Tritt, jedoch nicht aus der Spur – sachtes Zerren, friedvoller Schlupf, aber kein Heck, das zum Überholen ansetzt wie früher.

Der Brera ist ein Frauenauto im doppelten Sinne – SIE schauen fast alle, und auch auf der Fahrerseite finden sich in der Sonnenblende Schminkspiegel und Leuchte.  Weibchen – Delle gefällig? – stemmt die schwere Tür mit spätem Haltepunkt in schrägen Parkbuchten flott ins Nebenparkerblech. Die erste Reihe ist erstklassig bequem, die zweite zweite Klasse. Wer als Erwachsener devot abgeduckt hinten sitzt, dem geht zudem die Einstiegshilfe an die Beine: Ein beklemmendes Gefühl, wenn der elektrisch erst vor-, dann zurücksurrende Vordersitz sich plötzlich am Knie festfährt.

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Das riesige, abgetönte Glasdach macht die Höhle zum Glashaus; oder anders herum (mit dem elektrischen Rollo). Und schafft Sitzriesen, deren Kopf dort beginnt, wo Italiener oft schon aufhören, die notwendigen Zentimeter, um korrekt sitzen zu können. Die tief nach hinten gezogene Fensterlinie sorgt für freien Blick, den die Heckfensterscharte wieder cuttet. Die Ablagen hat man in Milano auf Sportcoupé formatiert: schmal, klein oder verkastelt (Handschuhfach).

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