Autotest

Smart Fortwo Fahrbericht: gewachsen erwachsen?

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Neun Jahre und 770.000 Einheiten später. In 34 Monaten entwickelt und mehr als zwei Millionen Kilometer getestet: Der neue Smart Fortwo sieht aus, wie dem Vorgänger aus dem Gesicht geschnitten, aber 90 Prozent der Teile sind neu – erster Test: Das neue Smart Fortwo Cabrio mit 84 PS-Turbo im Fahrbericht.

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Den Handgelenkdreher spart man sich. Der neue Türgriff verläuft parallel und nicht mehr vertikal zum Grund. Die Türöffnung zwischen A- und B-Säule fällt deutlich weiter aus, weil der jetzt 2,70 Meter messende Fortwo in den Dimensionen zugelegt hat (Länge: + 19,5, Radstand: + 5,5 cm).

Das Interieur mutet immer noch verspielt an (Drehzahl- und Uhrsatelliten, neue walzenförmige Luftdüsen mit 20% mehr Luftdurchsatz), aber auch erwachsener in Materialqualität und Antlitz.

Das Zündschloss sitzt wie zuvor auf der Mittelkonsole hinter dem nun wohliger in der Hand liegenden Schalthebel (im Pulse mit Lederbezug). Der Raum hinter den zwei Sitzplätzen wuchs mit dem Auto (Kofferraum: jetzt 220 statt 150 Liter; beibehalten: die zweigeteilte und im unteren Teil mit 50 kg belastbare Heckklappe).

Die neuen Integralsitze fühlen sich gut an. Auch noch am Ende einer rund 250 Kilometer dauernden ersten Testfahrt.

Smart Fortwo Test Seitenansicht

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500 Meter und ein paar Fahrbahnverwerfungen. Mehr benötigt ein einigermaßen geschultes Popometer nicht, um zu erkennen, dass einen dieser Smart nicht mehr wie der alte Raufbold von unten her verprügeln wird. Fortwo I, aber gefiltert: merklich sämiger, deutlich smoother, klar komfortabler.

Die Hubraumkur (1,0 Liter Hubraum statt 0,7) und der neue Dreizylinder von Mitsubishi machen die alten Benziner geschwind vergessen: hier wird leiser und kultivierter gearbeitet.

Das flinkere Fünfgang-Getriebe (Lenkradschaltwippen im Pulse Serie) sortiert die Schaltstufen deutlich flotter, sanfter und souveräner als die kurzatmige Sechsgang-Box des Vorgängers.

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Zehn km/h schneller – Mit 145 km/h Spitze (Höchstgeschwindigkeit aller Benziner) lässt sich generöser und unverkrampfter haushalten. Drehte der alte Dreier sein Kurbelwellchen bei 135 km/h im Sechsten mit rund 4.000/min, so rotiert der 84 PS-Turbo (der 61 PS- und der 71 PS-Motor sind nun Sauger) bei Vmax im fünften Gang fröhlich hoch bis auf 6.500/min.

Dabei wird auch dieser Fortwo zwar regelmäßig von Seitenwinden angefallen, aber er fällt auf der Autobahn auch durch eine andere Eigenart auf: deutliches Auftauchen der Fahrzeugschnauze beim Beschleunigen und Hinaufschalten, merkliches Eintauchen beim Zurückschalten und Bremsen.

Warum ist schnell klar: Höher gesteckte Ziele im Komfort – und davon offeriert der Neue deutlich mehr – erfordern auch weichere Dämpfer. Diesmal – vom ersten Gefühl her – kein Nachteil.

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