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Seat Ibiza 1,9 TDI Sport Test

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Ein hohes Drehmoment ist ein Paar Xenonscheinwerfer, welches an der Heckstoßstange penetrant aufläuft, sich nach dem Tritt aufs Gaspedal aber ganz geschwind wieder im Innenspiegel verabschiedet. Im 130 PS starken Seat Ibiza 1.9 TDI Sport eine häufig gemachte Erfahrung – ein Test.

Kraft ist relativ. Die große Limousine im Rückspiegel, nur am Rande: ein schwäbisches Produkt, hat eindeutig mehr davon. Im Vergleich zu dem stattlichen Fünf-Meter-Auto ist der Ibiza ein Pimpf, wie er im Buche steht: Nur 3,95 kurz und 1,70 schmal, etwa 1,2 Tonnen leicht. Unauffällig, kompakt, ein netter Appetithappen auf der Überholspur – vermutet man als Lenker der Limousine.

Ibiza, 2003, Testbericht, DieselmotorDann zoomt sich der Seat davon, wie es kaum ein Hintermann erwarten kann – schließlich ist der Ibiza immer noch Kleinwagen. Der beachtliche Zoomfaktor rührt her von den 310 Newtonmetern schon bei 1.900 und 130 PS bei 4.000/min. Die Lethargie des Drehzahlmessers beeindruckt dabei – Urkraft und Tempo gehen nicht einher mit hohen Drehzahlen: Gerade mal 3.500/min zeigt das Zeigerinstrument im 6.Gang bei einer Geschwindigkeit von 210 km/h (Tachoangabe).

Im Selbstzünden tönt der Pumpe-Düse-Diesel dabei härter, jedoch über den ganzen Drehzahlbereich laufruhiger als der alte 1,9 Liter-Direkteinspritzer mit 110 PS. Weniger Härte als bei den ersten Ibizas mit TDI-Motor ließ man dagegen beim Fahrkomfort zu. Mit Erfolg. Das Fahrwerk ist nun ein gelungener Kompromiss aus Straßenlage, Spurtreue und Komfort. Selbst Querfugen gehen jetzt auf deutliche Distanz zu den Insassen – ein Manko der alten TDIs.

Bedingt durch den schweren Frontmotor reagiert der flotte Diesel bei Lastwechseln mit deutlichem, sich aber sehr weich aufbauendem Untersteuern. Die angenehm leichtgängige Servolenkung arbeitet geschwindigkeits- und lenkwinkelabhängig, aber um die Mittellage ein Hauch zu diffus. Die deutlich zu langen Wege des alten Fünfgang-Schaltgetriebes schaffte man jedoch gründlich ab: Der serienmäßige Sechsgang-Wechsler schaltet sich viel knackiger und auf bedeutend kürzeren Arbeitswegen. Die Bremsanlage gab beim alten Ibiza GT TDI  keinen Grund zur Klage – und so ist es auch beim neuen.

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