Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Genesis Electrified G80 im Test: Koreanische Luxusklasse
Nach dem Facelift überzeugender als zuvor mit mehr Radstand, Komfort und Reichweite – Test Genesis Electrified G80.


Erster Eindruck im Test des Genesis Electrified G80
Die überarbeitete Frontpartie mit „Multi-Lens-Array“-Scheinwerfern, die fast geschlossenen, aerodynamischen Felgen und das panoramahafte 27-Zoll-Cockpit fallen sofort ins Auge. Der um 13 Zentimeter gewachsene Radstand und die Batterie mit mehr Reichweite machen sich in Fahrt und im Fond bemerkbar.

Was sagen die Mitfahrer über den Genesis Electrified G80?
Die Sitze in der ersten Reihe sind der pure Luxus. Vom Sitz im Sitz und mit der Sitzheizung und -massage im herrschaftlich-üppigen Polster.



Abgeschirmt von der Außenwelt
Vor den Vordersitzen spannt sich im G80 Facelift ein durchgehender 27-Zoll-OLED-Touchscreen auf. Gestochen scharf anzeigend und sauber gegliedert. Und auch das Smartphone bleibt es – sauber: Im Ablagefach der Mittelkonsole wird das Mobiltelefon von dem antibakteriellen Sterilisationssystem innerhalb von zehn Minuten zu 99,9 % von Bakterien und Keimen befreit.
Der Luxus erfährt im Fond seine Fortsetzung. Vorne geht der Chauffeur zur Arbeit. Hinten ist man Chef. Oder fühlt sich so. Drückt der Mann am Lenkrad ein zweites Mal den Fensterheberschalter, surrt der Sicht- und Sonnenschutz der hinteren Seitenfenster hinunter. Das zusätzliche Hinunterfahren des Heckrollos schirmt die Besatzung voll und ganz von der Außenwelt ab.

13 cm mit Wirkung
Dank 13 cm mehr Radstand genieße ich mit langen Beinen auf dem Luxussofa mit gut konturierten Polstern noch mehr Beinfreiheit. Der Bewegungsspielraum vor den Knien lässt sich auf der Chefposition hinten rechts noch ausbauen, wenn der Beifahrersitz nach einem Druck auf die Taste am Beifahrersitz elektrisch nach vorne surrt.



Luxus-Features
Der Luxus im Fond definiert sich in der lediglich 1,48 Meter hohen Limousine nicht allein mit der herrschaftlichen Beinfreiheit, die sich aus staatlichen 5,14 Meter Länge und jetzt 3,14 Meter Radstand ergibt.
Aus dem Dachhimmel klappen im Fond beleuchtete Schminkspiegel aus. Als Option steht ein Fond-Entertainment mit zwei Bildschirmen im Angebot. Die breite Armlehne beherbergt die zweite induktive Smartphone-Ladestation im Fahrzeug und ein Ablagefach. An der Oberseite finden sich Schalter für die Steuerung der Multimedia, der Kameras und der 3-stufig regulierbaren Sitzheizung.
Der Fond wird separat klimatisiert und über drei Lautsprecher in jeder Tür beschallt. Mit Gegenfrequenzen senkt die aktive Fahrgeräusch-Unterdrückung das Geräuschniveau im Innenraum. Der Name Bang & Olufsen steht für hohe nordische Klangkultur und stellt es im elektrischen G80 mit 17 Lautsprechern eindrucksvoll unter Beweis.
Findet sich vorne ein Türgriff in der Türverkleidung, ist es hinten nur eine Taste. Ein Druck darauf und die Tür öffnet sich einen Spalt elektrisch. Oder sie schließt sich ebenso: Tür dezent anlegen beim Ausstieg genügt und sie zieht sich elektrisch zu.

Final mäßig Ausbeute
Die Kofferraumhaube öffnet sich bereits bei Annäherung mit dem Chip-Schlüssel in der Hosentasche elektrisch. Im Test ein Mal beim Vorbeigehen ohne Ladeabsicht. Die Wölbung im hinteren Teil des Kofferraums kostet Kofferraumvolumen. 354 Liter im Finale sind eine mäßige Ausbeute angesichts stattlicher 5,14 Meter Länge.





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