Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Nissan Qashqai e-POWER Test: Sparsam ohne Stecker?
Der Nissan Qashqai der dritten Generation präsentiert sich nach dem Facelift von der Optik, Technik und Ausstattung deutlich verbessert – Test Nissan Qashqai e-POWER.

Erster Eindruck im Test des Nissan Qashqai e-POWER
Einer für Europa, einer aus Europa – Das Facelift der dritten Qashqai Generation wurde in Nissans Londoner Designcenter kreiert. Die Front mit dem großen Grill wirkt harmonischer. Die neuen Felgen machen was her. Der Motor arbeitet so überzeugend und sparsam wie zuvor.

Was sagt der Hersteller über den Nissan Qashqai e-POWER?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Hybridsystemen besteht keine direkte mechanische Verbindung zwischen dem Benzinmotor und den Rädern. Der Benziner des e-POWER wird ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt. Ausschließlich der Elektromotor treibt die Vorderräder an. Vorteile: Unmittelbar anstehendes Drehmoment, eine sanfte und leise Beschleunigung und ein niedriger Verbrauch, ohne an den Lader zu müssen: 4,5 Liter/100 km im WLTP-Mittel.

Was sagen die Mitfahrer im Test über den Nissan Qashqai e-POWER?
Das Sitzpolster der Vordersitze adaptiert sich kommod an Po und Rücken. Stilsicheres Design, feine Nähte und weiches Wildlederimitat heben das Wohlgefühl im Cockpit. Die Heizdrähte im Lenkradkranz und Vordersitzpolster bei frostigen Temperaturen ebenso.



Leg ab
Die induktive Ladestation fürs Smartphone, das über Apple CarPlay oder Android Auto flott ins System eingebunden ist, findet sich am Anfang der Mittelkonsole, unterhalb des Start-Stopp-Knopfs vor dem Automatik-Schiebehebel. Ausreichend Ablagen scharen sich drumherum.

In der zweiten Reihe
Im Fond fallen die Türfächer kompakter als vorne aus. In den Kartentaschen kann etwas verstaut werden. Im doppelten Cupholder der Armlehne landet das Getränk. Am Ende der Mittelkonsole wird das Klima im Fond gemacht und sitzen zwei USB-C-Anschlüsse.
Auch als großer Erwachsener genießt man ordentlich Kopf- und Beinfreiheit. Die Schulterfreiheit auf der Sitzbank reicht für drei, bei 1,84 Meter Breite besser für zwei Passagiere, weil in der Sitzbankmitte wenig Halt geboten wird und der Boden nicht eben verläuft. Der Ausstieg erfordert wegen dem sich hinten absenkenden Dach und der breiten C-Säulen Vorsicht, weil man vom Verkehr hinter dem Fahrzeug nicht viel sieht.
Eine verschiebbare Rückbank, das wär’s doch. Besitzt der Qashqai auch nach dem Facelift nicht. Schade und keine Frage der Größe. Dieses Feature, das entweder für mehr Beinfreiheit oder Kofferraum sorgt, zählt schon im Twingo von der Konzernmama Renault zum Ausstattungsrepertoire.

e-POWER: Koffer und Anhänger
Der Gepäckraum steht mit 455 bis 504 Liter Volumen, aus dem bei flachgelegter Sitzbanklehne 1.379 bis 1.440 Liter werden, den Familienalltag. Unter der elektrischen Heckklappe (Serie im Tekna, 800 Euro Aufpreis im N-Connecta) gerät die Stehhöhe unter 1,90 Meter Körpergröße an die Grenzen. Die Heckklappe ist aber auf der Innenseite, Stichwort: Kopfnussgefahr, voll verkleidet. Eine tiefe und breite Ladefläche, zwei Fächer für blickfernes Verstauen unter dem Ladeboden und ein an der Ladekante flacher Boden zählen zum Qasqhai-Repertoire.
75 kg gehen aufs Dach. Mit 100 kg Stützlast sind zwei schwere E-Bikes auf dem Fahrradträger kein Problem. Beim Anhänger ziehen geht aber nicht viel. Ungebremste Anhänger dürfen 750 kg wiegen, gebremste lediglich 20 kg mehr: nur 770 kg. Der Qashqai e-POWER und Anhänger, das geht auch nach dem Facelift nicht gut zusammen.



Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar abzugeben Login