
Autotest
BMW 520d xDrive Touring: Pro Familie
Was sagt der Autotester im Test über den BMW 520d xDrive Touring?
Mit dem stärksten Elektroantrieb steht der BMW 5er Touring bereits nach 472 km wieder an der Ladesäule, wenn WLTP-gemäß gefahren wird (was im Alltag fast nie passiert). Im 520d xDrive Touring stehen zum Start des Tests mit 60 Litern im Tank 1.190 km Reichweite auf dem Display – Eine Strecke von Frankfurt am Main bis kurz vor Rom – Va bene!
Das wäre eine komfortable Reise nach Rom. Der 520d xDrive Touring bietet exzellenten Federungs- und Geräuschkomfort. Der 2,0-Liter-Vierzylinderdiesel, der beim Kaltstart noch ein Wort mitreden wollte, ist warm gefahren kaum noch zu hören. Hohe Reiseschnitte stellen sich im 5er Touring sehr selbstverständlich ein.
Mit seinen 400 Nm Drehmoment zwischen 1.500 und 2.750 U/min und 197 PS Leistung bei 4.000 U/min steht der Selbstzünderkombi gut im Futter und münzt es in Schub um. In 7,5 Sekunden wuchtet sein Motor die 1,97 Tonnen Gewicht von 0 auf 100 km/h und in der Spitze ist man mit 218 km/h unterwegs – Bis der Tutor über der Autostrada einem einflüstert: „Meglio no farlo!
Die Bremse tut ihren Job verbindlich und mit einem verbindlichen Gefühl auf dem Pedal. Mit dem xDrive-Allradantrieb könnte es gefühlt auch im Januar über den Gotthard Pass gehen. Aber da ist eine Schranke.
Sein mit der Allradlenkung beschwingendes Handling tapeziert der 5er Diesel Touring mit seinem langen Radstand von 2.995 Millimeter und seinem hohen Gewicht auf kurvigen Landstraßen sicher auf die Straße. Beim plötzlichen Bremsen oder vom Gas gehen im Kurvenscheitel reagiert der Kombi auf den Lastwechsel gutmütig und mit leichter Bewegung im Heck.
Aber sicher
Sicherheit hat im 5er Touring spür- und erfahrbar Priorität gebucht. Das Sicherheitsniveau heben zahlreiche Assistenzsysteme. Der optionale „Driving Assistant Professional“ übernimmt nach dem Knopfdruck auf der linken Lenkradspeiche selbst das Ruder auf der Autobahn. Nach dem Blinker setzen und Schulterblick wechselt der 5er Touring selbstständig die Spur, hält die Abstände zu den vorausfahrenden und richtet das Tempo an den Limits aus.
Die Verkehrszeichenerkennung registriert das aktuelle Tempolimit und das kommende in einigen hundert Metern Entfernung, was vorausschauendes Fahren unterstützt. Mit dem optionalen „Parking Assistant Professional“ lassen sich Park- und Rangiermanöver von außerhalb des Fahrzeugs per Smartphone steuern.
Und was sagt der Tank?
Die Mildhybridsierung des 2,0-Liter-Diesels hilft sparen. Milde 11 PS und 25 Nm genügen dem Elektromotor dabei. Der günstige Cw-Wert von 0,26 und die das Drehzahlniveau niedrig haltende 8-Gang-Steptronic unterstützen ebenso beim Sparen. Und so gelingt es im 520d xDrive Touring mit geringem Verbrauch unterwegs zu sein.
Der WLTP-Verbrauch verspricht 6,2 bis 6,7 Liter im Mittel. Im Test fließen durchschnittlich 7,2 Liter Diesel. Da der Test hauptsächlich über Stadt- und Landstraßen verlief, stecken vom Potential mehr als die erreichten 850 km im Tank. Mit einem 60-Liter-Tank nach Rom? Machbar.
Warum gerade den?
Warum sich die 5er-Kunden auch in Zukunft mehrheitlich für den 5er Touring entscheiden werden, offenbarte sich im Test des BMW 520d xDrive Touring und im Test der 520d xDrive Limousine mit dem gleichen Motor (Test BMW 520d xDrive). Der 520d xDrive Touring besitzt im Fahren und Komfort die Qualitäten der 5er Limousine, bietet aber den geräumigeren und variableren Gepäckraum. Der Startpreis von 65.900 Euro liegt lediglich 2.000 Euro über dem der Limousine. Mit der fährt man sehr gut, ist Platz und Variabilität aber ein (Familien-)Thema, mit dem Kombi noch besser.
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