
Autotest
Test Audi A3 Cabrio 2.0 TDI: Luftige Reichweite
Was sagt der Autotester über das A3 Cabrio 2.0 TDI?
Diesel und offen fahren? Vom kraftvollen Leistungsaufbau bei niedrigen Drehzahlen und der geschmeidigen Elastizität passt der TDI perfekt zum entspannten Cruisen im Cabrio.
Zwei Diesel befinden sich für das A3 Cabrio im Angebot. Der 150 PS starke 2.0 TDI, der im Test unter der Motorhaube arbeitet, ist mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe zu bestellen. Die 6-Gang S tronic, die 2.000 Euro extra kostet, arbeitet mit dem TDI, der bei niedrigen Drehzahlen ruhig im Hintergrund anschiebt, harmonisch zusammen und ist deshalb eine Empfehlung wert.
Der serienmäßig mit der Automatik liierte 184 PS-Diesel muss es im A3 Cabrio nicht sein. Der 150 PS-Diesel ist nicht nur günstiger in der Anschaffung, sondern eine bewährte Allzweckwaffe im Motorraum. Schon bei 1.750 Umdrehungen hat er seine 340 Nm versammelt. In 8,8 Sekunden sprintet das A3 Cabrio 2.0 TDI von 0 auf 100 km/h und bei der Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h stürmt es im Fond so heftig, dass einer im Cabriolet vielleicht das Basecap, aber keiner Leistung vermisst. Mehr braucht´s nicht zum Cabrio fahren.
Die Sitzposition passt flott. Der weite Verstellbereich stellt auch Langbeiner nicht vor Probleme. Vorne sitzt es sich mit langen Oberschenkelauflagen und breiten Sitzwangen bequem, was man nach 3.000 Kilometern Strecke im Test sicher sagen kann. Genau wie das mit dem hervorragenden Qualitätseindruck, der durchdachten Bedienung und dem spielerischen Handling.
Leichtfüßig durchwieselt das A3 Cabrio die Kurven. Die Servolenkung folgt präzise dem Lenkeinschlag. Die Bremsanlage leistet, gut dosierbar und effektiv verzögernd, ganze Arbeit. Ganz so fahraktiv und inspirierend wie das heckgetriebene BMW 2er Cabrio im Test (Test BMW 220i Cabrio) reagiert das Audi Cabrio mit Frontantrieb allerdings nicht.
Dass automobile Produkte aus Bayern ihren Preis haben, dürfte bekannt sein. Dafür ist das Audi A3 Cabrio immer ansprechend ausgestattet. Schon im Basismodell gehören sieben Airbags, ein Knie-Airbag für den Fahrer und das adaptive Bremslicht zur Serienausstattung und ebenso die Bi-Xenon-Scheinwerfer, das MMI Radio plus mit 7-Zoll-Farbdisplay und die manuelle Klimaanlage.
Bei den Optionen geht noch weit mehr, vom schon empfohlenen digitalen Cockpit bis zur Nackenheizung. Die im Test gefahrene Ausstattungslinie design setzt weitere Akzente im Innenraum.
Akzente weiß der TDI im Audi A3 Cabrio auch im Test zu setzen. 1.000 km Reichweite sind eine luftige Reichweite und eine sehr gute Reserve. Damit hält der 55 Liter-Tank von Frankfurt am Main bis Florenz – mit einem Benziner tankt man schon in Milano.
Im Test lag der Durchschnittsverbrauch bei häufiger Nutzung des Sparmodus efficiency, der auf langer Autobahntour für den niedrigsten Verbrauch sorgt, bei 5,6 Liter/100 km.
Warum gerade den?
Man mag zum Diesel stehen, wie man will, der sparsame und kräftige Dieselmotor passt zum Charakter des Audi A3 Cabrio. Der Vorsprung durch Technik geht mit der modernen Sicherheits- und Infotainmentausstattung gut auf. Allerdings erfordert dieser Vorsprung nach mindestens 35.950 Euro auf dem Konto – ohne Extras. Gutes hat nun mal, alter Spruch, aber immer noch zutreffend, seinen Preis.

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