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Opel Corsa OPC Test: Kurven-UHU

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Dass man an den großen Sportschalensitzen beim Einstieg in Richtung Fond nicht gut vorbeikommt, obwohl man hinten ganz gut sitzt (genug Kopfraum selbst für große Erwachsene), kann man dem OPC ankreiden, wie den fehlenden Öltemperaturmesser, die tief platzierten Schalter für Scheinwerfer und Klimareglung oder die um die C-Säule ziemlich unübersichtliche Karosserie.

Opel Corsa OPC Test: Sitze

Für die schicke Klavierlackkonsole würde man noch einmal Klavier lernen. Die grell orangen Drehregler sind Geschmackssache, fassen sich – vollgummiert – aber sehr gut an. Wie das meiste in dieser „neuen Generation“. Die bietet das, was Opel vor zehn Jahren oft angekreidet wurde: Verarbeitungsqualität.

Und praktisch ist der Corsa auch. Die Kunststoffauskleidung des zweigeschossigen, ziemlich ausgewachsenen Handschuhfachs (mit Haltern für Scheckkarten, Schreibstift und Taschenlampe) lässt sich sehr leicht säubern – mitgedacht. Im Fond freut man sich über die praktischen Seitenfächer mit Becherhalter, in der ersten Reihe über den Bordcomputer mit Stoppuhr oder die permanente Reifendrucküberwachung DDS.

Opel Corsa OPC Test: Innenraum

Intuition darf ein bisschen proben. Weil die Drehschalter der Mittelkonsole über keinen Indexstrich verfügen, das Resultat der AC-Gebläse-Einstellarbeit aber erst viel weiter oben auf dem Monitor zu begreifen ist. Das gleiche gilt für den Navi-Schalter. Die pimpfige Heckablage aus dünnem Kunststoff an dünnen Strippen widerspricht dem guten Eindruck, das klasse Bodenfach im Kofferraum (statt des Ersatzrads: ein Reifenreparaturset) bestätigt ihn.

Der pfiffige Flex-Fix-Fahrradträger in der Heckstoßstange kommt in der markigen Heckschürze des OPC nicht mehr unter: „nicht verfügbar“. Sport ist auch hier Trumpf: Wilde Kiemen, ein großer Dachspoiler, ein dunkel abgesetzter Diffusor und das Dreiecks-Endrohr mit Dreiecksverblendung – das Outfit protzt: Ein Opel Corsa zum Mini-Verbraten.

Corsa OPC: Cockpit, Lenkrad, steering wheel

Gibt´s nicht? Gibt´s doch. Der Opel schnappt sich in 7,2 Sekunden die 100 km/h. 225 km/h sind nicht leise, was bei 6.000/min im Hauruck-Segment (siehe Mini) allerdings auch niemand wirklich erwartet. Das hat seinen Preis: 23.000 Euro. Der noch bissfestere Mini John Cooper Works (211 PS, 238 km/h) steht mit 26.000 Euro in der Preisliste – und nun? (2009)

 

Weitere Informationen

https://www.opel.de

 

 

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