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Kia Pro Ceed GT erster Test: 204 lebendige PS

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Schnell sein – im Kia Pro C´eed gelingt es endlich. Mit dem neuen 1.6 Turbo. Schnell sein bei der Bestellung, kann auch angeraten werden – erster Test: Fahrbericht Kia Pro C´eed GT.

Kia Pro Ceed GT: Felgen, Leichtmetallfelgen

Endlich ist hinten vorne. Mit dem Sauger 1.6 GDI mit 135 PS sieht der sportliche Pro C´eed fast jeden Vollgas gebenden TDI nur von hinten. Das Gegenteil ist mit dem neuen 1,6-Liter-Turbo, der auf dem durchzugsarmen 1,6-Liter-Vierzylinder aufbaut, der Fall.

204 PS und spürbar mehr Kraft: Der Benzindirekteinspritzer mit Twin-Scroll-Turbolader, der mit einem gut zu schaltenden Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert wird, liefert nicht nur ein Plus von 50 % mehr Leistung an den Vorderrädern ab, sondern mit 265 statt 165 Newtonmeter über 60 % mehr Drehmoment und das mit deutlich weniger Drehzahl.

Dem Turbomotor gelingt´s damit relativ harmonisch. Was man in Fahrt spürt, lässt sich auch mit Messwerten belegen: Nur 7,3 Sekunden vergehen beim Beschleunigen von 80 auf 120 km/h.

Kia Proceed: 204 PS Motor im Test

Die Durchzugs- und Elastizitätsschwäche des Saugmotors aus niedrigen Drehzahlen ist dank des Turbos passé. Die zwangsbeatmete Fuhre haftet gut am Gas. Bei niedrigen Drehzahlen beißt der Turbolader an und über 4.000 Umdrehungen blüht der Motor noch mal auf.

So richtig kernig klingt er auch dabei nicht, etwas wilder als brav allerdings schon. „Mehr Sound-Spielerei“, verlautbarte man bei der Präsentation, ist in Zukunft denkbar – etwa eine Sportauspuffanlage zur Sportversion.

Der Sportversion sieht man den Sport an. Der GT, den man zuerst an den 32 LEDs in den Kiemen erkennt, verfügt über 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, sowie ab Werk über rot lackierte Bremssättel, ein straffer abgestimmtes Sportfahrwerk und die „Supervision“-Instrumenteneinheit, auf der sich nach dem Drücken der „GT-Taste“ ein zweiter Tacho aufspielen lässt, der mit großen Digitalziffern das Tempo vorgibt.

Auch die serienmäßigen  Recarositze mit Sitzbezügen in Teilleder-Velourleder-Kombination und appliziertem „GT“-Logo zeigen auf gekonnte Weise, worum es geht: eine Sportversion, die man sich leisten kann.

Kia Pro Ceed GT: Cockpit, Lenkrad, InstrumenteKia Pro Ceed GT: Innenraum, Cockpit, Lenkrad

Der faire Preis des Sports. Der Einstiegspreis für den Dreitürer beträgt 22.990 Euro. Drei Ausführungen des Pro C´eed GT werden angeboten. Der GT-Cup, der GT-Challenge sowie der GT-Track. Schon in der Basisversion GT-Cup sind Klimaanlage, Reifendrucküberwachung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat, Vordersitze mit elektrisch einstellbarer Lendenwirbelstütze und LED-Rückleuchten inklusive.

Im Topmodell sind nur noch Navi und Panoramadach extra zu bezahlen. Und auch das selbstbewusste Versprechen des Herstellers macht den GT zum attraktiven Deal: 7 Jahre Herstellergarantie, 7 Jahre Mobilitätsgarantie und 7 Jahre Navigationskarten-Updates – alles all-inclusive, und positiv: nicht an den Käufer, sondern ans Fahrzeug gebunden.

Man bemerkt auch sonst, dass die Vernunft mitfährt, denn hinter der Rückbank tut sich mit einem Fassungsvermögen von 380 bis 1.225 Liter auch ein ansehnlicher Kofferraum auf.

Und das wichtigste, die Fahrleistungen? Sie fallen weit sportlicher aus als alles vom koreanischen Hersteller zuvor gewohnte. In 7,7 Sekunden beschleunigt der Pro C´eed GT auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h und der GT mit um 10 % strafferen Federn, tiefer gelegter Karosserie, verstärkten hinteren Stabis und aufgezogenen 225/40R18 rundum, gut.

Straff, aber nicht unerbittlich hart fühlt sich das an. Die Bremsanlage, die schon im normalen C´eed mit ihrer sportlichen Direktheit angenehm auffiel, tut das gleiche auch hier. Seine Solidität erprobte der neue Pro C´eed GT schon während 480 Runden auf der Nürburgring Nordschleife mit 95 % Prozent Leistung und einem Schnitt von 150 km/h. Die 10.000 Kilometer dort entsprechen 150.000 Kilometern auf normaler Straße.

Kia Proceed GT Test

Der erste Eindruck ist gelungen. Der neue 1,6-Liter-Turbomotor ist der neue Macher unter Kias Benzinern. Nicht nur emotionaler aufgeladen, sondern in Fahrt. Die ersten Fahrzeugauslieferungen des Pro C´eed GT beginnen im August. Durchaus Sinn macht es, schon bei der Bestellung schnell zu sein. Die Pro C´eed GT First Edition ist in Deutschland auf lediglich 115 Exemplare limitiert. (2013)

 

Weitere Informationen

https://www.kia.com/de/

 

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