Alte Plattform, verbessertes Fahrwerk
Das Fahrwerk hat im Vergleich zum etwas holzig abrollenden Vormodell spürbar an Souveränität und Komfort gewonnen. Wegen der um 50 Prozent verwindungssteiferen Karosserie, vergrößerten Fahrwerkskomponenten, geglückterer Feder- und Dämpferabstimmung und der neuen elektrischen Servolenkung, die direkter und sensibler arbeitet, ohne dass die „Sport“-Stellung des von Sachs zugelieferten adaptiven Fahrwerks zugeschaltet werden muss. Die Bremse fühlt sich massiv verzögert sehr verbindlich an. Breitreifen in 16 bis 18 Zoll sorgen für bessere Straßenlage. Wenn die droht verloren zu gehen, sichern die Gegenlenkunterstützung, der Spurhaltehelfer, der Notbremsassistent und im letzten Moment sieben statt bisher sechs Airbags – vermutlich so effektiv, dass der neue Kia Optima fünf Sterne im Euro NCAP-Crashtest zugeteilt bekommt.

Nach dem ersten kurzen Test und Beschnuppern gibt es in Kias Limousine wenig zu beklagen: Das große Panorama-Glasdach trägt nach Innen auf und kappt den Raum über dem Kopf. Die Kunststoffqualität der Schaltwippen hinter dem Multifunktions-Lenkrad, die sich dank ihrer Rillen ganz gut an die Finger schmiegen, könnte getrost weniger dünnwandig-günstig ausfallen – allerdings geht man an die im schaltfaul fahrbaren Diesel selten ran.


Einstiegspreis: ab 24.990 Euro
Stichwort günstig. Der Preis des Optima Edition 7 ist der alte: 24.990 Euro. Und das, obwohl eine Menge mehr Features an Bord und die Fortschritte deutlich sind. Für den Optima 1.7 CRDi Vision berechnet Kia 29.990 Euro. Der neue Optima kommt Anfang 2016 auf den Markt. Der Optima Plug-in-Hybrid und der GT mit dem 245 PS starken 2,0 Liter-Turbo-Direkteinspritzer folgen. Die für viele wohl interessanteste Optima Variante wird im Herbst 2016 präsentiert: der Kombi.
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