Der wichtigste Schalter im Spider, der Schalter für das elektrische Verdeck, befindet sich auf der Mittelkonsole neben dem Handbremshebel. Ein flotter Schalterdruck und das Stoffdach öffnet sich, begleitet von der Statusanzeige zwischen Tacho (links) und Drehzahlmesser (rechts). Zu schnell arbeiten die Elektromotoren nicht. Wer den Wolkenbruch schon fühlt, bevor er ihn gesehen hat, hat verloren – temporäres Duschen nicht ausgeschlossen.
Zudem ist die Haube – unpfiffig – nur im Stand zu öffnen und zu schließen. Viel Kopfraum bleibt dan im flachen Spider manchmal nicht, aber mehr Kofferraum als in Festdach-Cabrios, weil das Dach das Gepäckabteil nicht schmälert.Und noch einen Vorteil hat es: Die Geräuschisolierung ist die beste seit Spider-Gedenken.
Wer schön sein will, muss auch leiden? Der Kofferraum (nur ohne Ersatzrad mit einem zusätzlichen Fach im Kofferraumboden) und das Handschuhfach sind kompakt. Die zwei abschließbaren Fächer hinter den Sitzen sind zwar praktisch, aber viel Platz um abzulegen bleibt de facto nicht. Das Spider-Interieur ist schönheitsdominiert: Die klassischen, sehr gut ablesbaren Zeigerinstrumente, das Stakkato der sechs Zusatzinstrumente, der italienische Chic der Ledersitze …
Das bassgewaltige Bose Soundsystem ist, egal ob offen oder geschlossen gefahren wird, ein Ohrenschmaus. An Details wie den sich beim Öffnen der Türen um einige Millimeter absenkenden Scheiben spürt man, dass die Moderne den Spider erreicht hat, an unterschiedlich aufliegenden Türdichtungen (unschön gerade in Weiß) und mancher Verwindung (hier knistert es leicht unterhalb des Überrollschutzes), dass der Weg weiterhin das Ziel ist.
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