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Alfa Romeo Giulietta QV TCT: Fahrbericht

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Nichts gegen automobile Klassik, aber dynamisches Fahren geht im Quadrifoglio Verde TCT besser. Nicht nur wegen des 1,8 Liter-Vierzylinder-Turbodirekteinspritzers des 4C, der seine 240 Pferdchen bei 5.750 Touren versammelt, sondern ebenso wegen dem überarbeiteten Fahrwerk des „QV“. Der von Bertone gezeichnete Giulia Sprint GTA durchfliegt die Kurve. Der QV filetiert sie. Gleich am ersten Kurveneingang traut man ihm und sich mehr zu. Das Kurveneinfahrtstempo ist weitaus höher und das Einlenken präziser.

Alfa Giulietta QV 2014: Cockpit, Lenkrad, Ledersitze, Monitor, Navigation, Armaturenbrett, Pedale, Sportpedale

Mit der Fahrdynamikregelung D.N.A auf „Sport“ lässt sich der Lenkduktus und das Ansprechen von Motor und Getriebe noch schärfen. Angenehm fällt auf, dass das Setup des Sportfahrwerks nicht auf Teufel komm raus auf Abtrieb und Härte getrimmt ist. Fein durchwedelt der QV den Parcours und bremst mit der Vierkolben-Brembo-Bremsanlage mit 320 Millimeter-Scheiben die 1,4 Tonnen souverän ein. Am Kurvenausgang setzt es nicht das heranfliegende Heck, sondern Haftung. Im GTA sieht das ganz anders aus. Der 1,6 Liter-Vierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen und Doppelvergasern dreht zudem vergleichsweise zäh hoch. Erst bei 6.000 Umdrehungen stehen 115 PS an. Klingt nicht viel, aber klasse – eine akustische Blaupause für die aufgefrischte Giulietta Quadrifoglio Verde?
Alfa Giulietta Quattrovalvole Test: TCT, Getriebe, Pedale, Sportpedale, Teppich„Den Alfa Sound kann man nicht beschreiben, man muss ihn hören“, sagen die Jungs von Alfa. Die Physik: Klang ist eine Mischung aus Ansaug- und Auspuffgeräusch. Auf jeden Fall kann man dem, was Motorsound ausmacht, auf die Schliche kommen. Tat man bei Alfa Romeo. Und zwar akribisch. Dabei bemerkte man, dass der Bereich, der darüber entscheidet, dass ein Alfa wie ein Alfa tönt, in den mittleren Frequenzen zu finden ist. Zwischen 600 bis 700 und zwischen 200 bis 400 Hertz.

Den Bereich verstärkte man mit Erfolg. Was zu Ohr kommt, gefällt weit mehr nach der Überarbeitung: ein tiefer, harter, männlicher Unterton, der beim Herauf- oder Herunterschalten auch schon mal tief aufstößt. Trotzdem ist die Liaison zwischen dem neuen Ansaugtrakt und der doppelflutigen Abgasanlage auch eine Vernunftehe: Der neue QV ist viel ruhiger als der alte. Drei Dezibel leiser auf schlechtem Belag. Das entspricht einer Halbierung des Pegels.

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