Fotos: automobil-magazin.de
Autotest
Mini Cooper Cabrio C im Test: Spart, aber nicht Luft
Was sagt der Autotester über das Mini Cooper Cabrio C?
Man freut sich tagtäglich aufs Einsteigen, weil das Mini-Cockpit so anders als gewöhnlich ist. Die Bedienung konzentriert sich auf den großen Rundbildschirm. Eine gewisse Überfrachtung ist da nicht von der Hand zu weisen, trotzdem landet der Zeigefinger nach etwas Gewöhnung in den richtigen Menüs. Man tippt, wischt, scrollt und lernt sich rein ins Bediensystem.


Schnell geht das Bedienen über die Direkttasten am unteren Rand des Bildschirms. Das Infotainment arbeitet so flott wie die Sprachsteuerung. Das Smartphone ist schnell über Apple CarPlay ins System eingebunden und wird mit einer Schnalle auf der vertikalen Ladestation fixiert. Mit den „Experience Modes“ – vom „Green“- bis zum „Go-Kart“-Modus – lassen sich die Darstellung des Cockpitdisplays, die Beleuchtung und vor allem das Fahrverhalten steuern.

Typisch Mini
Die Lenkung ist so direkt wie mitteilungsfreudig, auch wenn der Wendekreis mit 11,1 Metern für 3,88 Meter nicht wendig ausfällt. Das Heck lenkt in flott angegangenen Biegungen auch mal mit, was den Fahrspaß steigert. Die Bremse greift mit dem richtigen Biss. Und der Komfort? Das Mini Cooper Cabrio C liegt nicht bretthart, mit akzeptablem Restkomfort auf der Straße.

Und der Motor?
Dieser Motor ist im Mini Cooper Cabrio die passende Wahl, wenn Cabrio fahren mehr zählt als Raserei. Der 2,0-Liter-Vierzylinder hat die 1.450 kg Gewicht gut im Griff. Das 7-Gang-Steptronic-Doppelkupplungsgetriebe glänzt mit unauffälligen Schaltwechseln. Du musst dich um nichts beim Schalten kümmern: Gas geben, lenken, Spaß haben. Passt, auch wenn mancher ein manuelles Schaltgetriebe im Cooper vermisst.

Bereits bei 1.520 Umdrehungen stehen 250 Newtonmeter Drehmoment an den Vorderrädern an. Ab 5.000 Touren setzt der 2,0-Liter-Turbo mit 163 PS nach. In 8,2 Sekunden geht’s von 0 auf 100 und mit bis zu 220 km/h über die Autobahn.

Mini minimal
Der Auspuff ist beim Mini Cooper Cabrio kein Statussymbol mehr. Er versteckt sich. Dezent hinter dem Heckdiffusor. Mehr als Auspuff-Protzereien zählen niedrige Verbrauchswerte. Der Cooper Cabrio C begnügt sich im WLTP mit durchschnittlich 6,5 bis 6,6 Liter Super aus dem 44-Liter-Tank. Im Stadtverkehr sollte man mit etwas mehr rechnen. 8,4 Liter stehen in der City im Test auf der Verbrauchsanzeige. Bei einer Sparfahrt über die Autobahn konsumiert der Mini minimal, nur 4,5 Liter Super alle 100 km.

Und der Testverbrauch?
Der Verbrauch von 6,2 Liter liegt im Test zwei Liter unter dem des 204 PS starken Cooper S in seiner nicht viel schwereren 5-Sitzer-Version (Test Mini Cooper S 5-Türer). Das offenbart: In diesem Motor steckt Sparpotential. Auch beim Kauf. Bei der Anschaffung spart man zum Preis von 32.450 Euro glatte 3.500 Euro gegenüber dem Cooper Cabrio S mit der 204-PS-Maschine.


Warum gerade den?
Mit nur zwei Jahren Garantie bleibt bei der Garantie noch Luft nach oben, aber die strömt wunderbar urig hinein. Der Open-Air-Klassiker punktet auch in 4. Generation mit seiner pfiffigen Dachkonstruktion und spielerischem Handling. Kein Tacho vor der Nase zu haben, ist nicht jedermanns Sache, was mit dem Head-up-Display geheilt werden kann. Dass es auf der Sitzbank und im Kofferraum knapp vom Platz zugeht, nahm man schon dem ersten Mini Cabrio nicht übel. Und dem ebenso wenig.
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