Test

BMW X6 xDrive30d im Test: vernünftiger

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Die Bequemlichkeit des X6
BMW X6 xDrive30d ReifenDer X6 xDrive30d liegt bequem. In der Lenkung herrscht, wie vom BMW Lenkduktus gewohnt, souveräne Ruhe. Geht man kurvige Landstraßen im „Sport“-Modus flotter an, schrumpfen die 4,91 Meter gefühlt um einen halben Meter, weil der Große sich nun inniger an die Radien schmiegt und taffer haftet. Mit dem flachen Niederquerschnitt von 275/40 R20 vorne und 315/35 hinten kommen jedoch immer mal wieder Querfugen zu Wort. Allerdings so, dass das positive Komfortbild des X6 kaum leidet. Mit den Breitreifen ab und an mal anzuecken ist bei 2,17 Meter über Außenspiegel systemimmanent. Wer im X6 in einem in den fünfziger Jahren erbauten engen und verwinkelten Parkhaus unterwegs ist, ahnt nicht nur was gemeint ist. Und was fällt sonst noch im X6-Alltag auf? Nach flotten Gasstößen kommen die virtuellen Black Panel-Zeiger manchmal nur stockend nach. Drei Mal wird im Testturnus davor gewarnt, dass bei der Zuführung von AdBlue (ein Harnstoffzusatz für die Abgasreinigung) etwas nicht korrekt abläuft – Neustart: Warnung verschwunden.

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Beim Internet stimmt´s. Wer vor Jahren im BMW surfte, brauchte vor allem eines: Zeit. Heute geht es deutlich flotter. Das Gleiche lässt sich vom Bediensystem iDrive und der Navigation sagen. Wurde das Ziel früher langsam über das „Buchstaben-Wählrad“ eingegeben, so gelingt die Zieleingabe heute mit der Fingerkuppe auf dem Touchpad rasch und mit der Spracherkennung bequem.

Gearbeitet wird vorne schon
Der 3,0 Liter-Diesel von BMW muss nichts mehr beweisen. Seit 1998 zählt der „M57“ zu den besten Motoren von BMW. Die aktuelle Ausbaustufe des Reihensechszylinder-Selbstzünders beweist es im X6 xDrive30d erneut. Die 560 Newtonmeter Drehmoment stehen zwischen 1.500 und 3.000 Umdrehungen zur Verfügung und die 258 PS ab 4.000 U/min. Mit sieben Stufen wattet die ZF Automatik, die den Puls im Komfortmodus niedrig hält, durchs Drehmomenttafelgebirge.

BMW X6 xDrive30d Diesel Test

Die Performance performt trotz Masse. In 6,7 Sekunden zeigt die Tachonadel 100 km/h und final 230 km/h. Trotzdem bemerkt man im Geräuschbild, dass der X6 xDrive30d zu arbeiten hat. Weniger während des Cruisens über die Landstraße oder die Autobahn als im Stadtverkehr, wo die 2,1 Tonnen immer wieder beschleunigt, abgebremst und beschleunigt werden müssen. Das schlägt durch auf den Verbrauch, der im Test durchschnittlich bei 9,1 l /100 km liegt. Weniger geht mit „Eco Pro“. Nach 500 Kilometern Strecke am Stück in der Sparstellung steht ein Reichweitenvorteil von 31,8 Kilometern auf dem Display – Naja, auch ohne Eco Pro wäre dies mit einem einigermaßen intelligenten Gasfuß gelungen.

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