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Chevrolet Matiz SX 1.0 Autogas im Test

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Chevrolet Matiz Test: Motor mit Gas, Gasantrieb, engineLPG (“Liquified Petroleum Gas“) oder geläufiger „Flüssiggas“ ist der Treibstoff. Gestartet wird in der Regel mit Benzin (bei leerem Benzintank geht es jedoch auch mit Gas). Der Übergang vom Benzin- auf Gasbetrieb, von dem nur schüchterne Stellgeräusche aus dem Motorraum künden, erfolgt (abhängig von der Außentemperatur) automatisch innerhalb von 30 bis 90 Sekunden.

Jederzeit ist das Umschalten zwischen Gas- und Benzinversorgung auch während der Fahrt durch simples Drücken des quadratischen Gemischschalters (fünf Dioden für den Gasstand, zwei zusätzliche für Benzin- und Gasbetrieb) möglich. Beim Wechsel auf Benzinantrieb genügt es zusätzlich, den Fuß einen Moment vom Gaspedal zu nehmen, der Wechsel auf die Gasreserve erfolgt dagegen beim ersten stärkeren Gasgeben. An Steigung und Gefälle täuscht die Anzeige (wie bei einer gewöhnlichen Tankanzeige auch) entweder einen leereren oder volleren Gastank vor, als tatsächlich der Fall. Auf Reserve (rote Leuchte) kommt man noch erstaunlich weit, bis das ultimative Tankende optisch und akustisch Kund getan wird.

Chevrolet Matiz Testbericht: Cockpit, TachoDer Gasbetrieb zieht etwas Leistung. Der Leerlauf ist etwas rauer, der Durchzug etwas lauer und der Kraftaufbau etwas mauer. Aber das scheint akzeptabel, wenn man bedenkt, dass 100 km mit Gas (Testverbrauch: 7,8 l) gerade mal ungefähr 5 Euro kosten – Reichweite des Gastanks: 400 km. Plus das, was man aus 35 Liter Normal (Testverbrauch: 6,7l) machen kann: 520 km. Gesamtreichweite: cirka 900 – 950 km – nicht schlecht, Herr Specht.

Der 1,0 Liter-Vierzylinder ist ein relativ leiser Antrieb. Laufruhiger, kultivierter und auch kräftiger als der Dreizylinder, trotzdem gilt es mit 67 PS Leistung (91 Nm bei 4.200/min) hauszuhalten. Mit 995 Kubik Raum zum Hub sind Steigungsrückschalten und hohe Drehzahlen ganz obligatorische Veranstaltungen. Turbogefühle vermittelt nur ein Gefälle, der Rückenwind oder ein breites LKW-Heck, an das sich der Matiz heransaugen kann. Der Motor dreht den Drehzahlmesser bis zum letzten Strich aus, ist dann laut, aber er dröhnt nicht. Das Gaspedal steht, um 150 km/h zu halten, oft am Boden. Was im Bereich der Höchstgeschwindigkeit dominiert, das Motor- oder das Windgeräusch, ist schwer zu entscheiden.

Und Gas tanken? Die Vorteile liegen auf der Hand: doppelte Reichweite, besseres Emissionsverhalten und weit geringere Betriebskosten. Fragen bleiben aber dann doch: Es existieren schon mehr als 2.600 Autogastankstellen in Deutschland (Stand: Juli 2007). Aber warum sind alle Tankstellen (bis auf eine) in Frankfurt feiertags geschlossen? Und ist das erste Gastankerlebnis wirklich verallgemeinerbar (Tankwart: „Auf die Gaslieferung warten wir“)?

Chevrolet Matiz: Kofferraum, trunk, boot

Die gute Nachricht: wohl nicht. Die alten Gefühle aus der Kat-Bleifrei-Anfangszeit – eine Tankstelle suchen zu müssen – dürften alsbald schwinden. Und für die Anfangswehwehchen bei der Gasversorgung kann der kleine Chevrolet Matiz ja nichts: Weit fünftüriger und garantieabgesicherter (3 Jahre) als ein Smart (2 Jahre) und weit günstiger als ein Mini (Matiz 1.0 SE Autogas: 12.140; 9990 + 2.150 € für die Autogasanlage), ist er zwar kein „Chevy“ im Sinne der Sozialisation des Schreibers, aber zweifelsfrei eines der ökonomischsten und günstigsten Fortbewegungsmittel auf dem deutschen Markt – ein Chevy zum Sparen: Das gab es zuvor noch nie. (2007)

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